Archiv für Juni 2010

Wageners Staats- und Gesellschafts-Lexikon

Hermann Wagener, bedeutender Publizist und Politiker (Begründer der konservativen Partei in Preussen) wurde am 8.3.1815 in Segelitz bei Neuruppin als Pfarrerssohn geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und einer Anstellung als Assessor in eine Vertrauensstellung bei dem nachmaligen Oberpräsidenten von Pommern v. Senfft-Pilsach und dem damaligen Haus- und Domänenminister Graf Anton v. Stolberg-Wernigerode. 1847 wurde er durch Empfehlung als Konsistorialassessor nach Magdeburg übernommen. Die Sozialpolitik wurde fast das ausschließliche Feld seiner Tätigkeit. Er zog den konservativen Sozialpolitiker Rudolf Meyer an sich heran. Desgleichen befreundete er  [...]



Mätresse, Juwelen und der Graf von Löwenstein-Wertheim

Juwelen

Dichtung und Wahrheit sind zwei Bereiche die manchmal gar nicht so einfach auseinanderzuhalten sind weil sie fast unauflöslich miteinander verwoben sein können. Dies trifft vor allem bei Prozessakten zu, die sich mit Unterhaltszahlungen beschäftigen. Das ist heute so und war auch vor dreihundert Jahren nicht anders, als von 1737-1763 vor dem Reichshofrat in Wien ein Prozess abgehandelt wurde, in dem eine verstoßene Mätresse von ihrem ehemaligen Geliebten, einem Grafen, mehr Unterhalt forderte…



Stammbaum der Familie Rothmann

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Quelle: Rothmann, Samuel: Stammbaum der Familie Rothmann, Berlin: Verlag Louis Lamm 1913 (Download)



Stammbaum der Familie Feuchtwanger 1786-1910

Feuchtwanger

Als Felix Feuchtwanger diesen Stammbaum begann, gab es zahlreiche Familienmitglieder in Städten wie München, Fürth, Frankfurt etc. Die verwandtschaftlichen Verbindungen der verschiedenen Zweige wurden dokumentiert und für die nachfolgenden Generationen festgehalten.



Friedrich Wilhelms I. Kolonisationswerk in Litauen, vornehmlich die Salzburger Kolonie

Trostlos muss der Zustand Litauens während und nach der Pest gewesen sein. Manche Schilderung, so grausig sie auch klingt, mag noch hinter der Wahrheit zurückbleiben. Der Historiker berechnet den Verlust auf 80.000 Seelen, andere geben sogar eine Summe von 200.000 Opfern in ganz Ostpreussen an; im Hauptamt Insterburg allein 66.000, im Amt Ragnit 28.000. Lucanus und Schubert hingegen nennen andere Zahlen. Zur Wiederaufrichtung des menschenleeren Landes wurde beschlossen zu kolonisieren. Anfangs hieß jeder Ansiedler, der “wüste Stellen” übernahm, im Volksmund und den Behörden gegenüber “Kolonist”. Auch  [...]