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General Johann Adolph Freiherr von Thielmann

Der Name Thielmann oder Thielemann findet sich häufig in Sachsen. Zum ersten Mal erscheint er dort im Jahre 1285, wo in einer Urkunde ein Domherr Thilmann von Torgau, Propst zu Bautzen genannt wird. Über die Familie ist wenig bekannt. Sie stammt aus altem Bauernstand. Der Pächter des Amtes Zabeltitz bei Großenhain, Johann Gabriel Thielmann (*1682) wurde 1720 in Dresden Kapitän und als solcher 1740 genannt.

Ein Sohn von ihm mit dem Namen Johann Friedrich (*31.5.1705) schlug die Beamtenlaufbahn ein und wurde Oberrechnungsrat. Mit ihm wurde die Schreibweise des Namens dieser Familie feststehend Thielmann. Johann Friedrich wählte als Lebensgefährtin Karoline Seuffert. Aus dieser Ehe stammen 5 Töchter und 2 Söhne. Johann Adolph Thielmann wurde am 27.4.1765 in Dresden geboren. Sein Vater bestimmte für ihn die akademische Laufbahn und brachte ihn deshalb im Oktober 1776 auf die Fürstenschule in Meißen, wo er am Unterricht als Auswärtiger teilnahm.

Anfang 1790 lernte er die älteste Tochter des damaligen Bergrats v. Charpentier kennen, Wilhelmine war die älteste Tochter und am 16.2.1772 in Freiberg geboren. Weihnachten 1791 feierten Thielmann und Wilhelmine Hochzeit.

Im Feldzug gegen Russland führte er die sächsische Kürassier-Brigade, kämpfte erfolgreich bei Borodino und befand sich dann fast immer im Gefolge Napoleons. Der König von Sachsen erhob hierauf Thielmann in den Freiherrenstand….

Quelle:

Johann Adolph Freiherr von Thielmann, Charakterbild aus napoleonischer Zeit, von Hermann von Petersdorff (mit Bildnis versehen) Verlag Hirzel: Leipzig 1894 (Download) bei der Russischen Staatsbibliothek