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Ausführliche Geschichte des Geschlechts von Lochow mit Bildtafeln und Beilagen

Die Familie von Lochow

Die Familie von Lochow gehört zu dem ältesten Uradel der Mark Brandenburg. Die Familie ist vermutlich bereits im Jahre 926 in die Mark eingewandert. Es ist mit ziemlicher Sicherheit anzunehmen, dass sie ihren Namen von dem havelländischen Lochow annahmen.

Schloss Rheinsberg

Das Wappen

Das älteste bekannte Wappenbild ist der Wachsabdruck des Arnold von Lochow an einer vom Jahre 1351 herrührenden Urkunde. Der Abdruck zeigt einen Schild mit drei seitwärts sehenden Köpfen, bedeckt von Helmen mit Spitzen und der Umschrift: “Arnoldi de Lochowe”

In einem Wachsabdruck des Siegels von Christoph von Lochow, das dieser im Jahre 1415 beim Verkauf von Gröningen benutzte, sind die Köpfe geradeaus gerichtet. Das älteste bisher bekannte farbige Wappen befindet sich auf einem runden Schlußstein vom Deckengewölbe des früheren Kapitelsaales im Dom zu Halberstadt. Es lässt drei weiße Köpfe auf blauem Schild mit kurzer Umschrift auf gefaltetem Band erkennen und rührt her von dem Halberstädter Domherrn Nicolaus, der im Jahre 1553 hier starb.

Die Familie von Lochow hat sich hauptsächlich im 18. Jahrhundert vielfach “von Lochau” geschrieben. Diese Veränderung der Namensschreibung hat verschiedene Adelsforscher (z.B. Ledebur) zu dem Schluss gebracht, die Familien von Lochow und von der Lochau als ein Stamm anzusehen wären. Hierdurch entstanden gänzlich falsche Artikel in den Adelslexika.

Ebenso wurde Friedrich von Lochen, Hauptmann und Rat des Markgrafen Ludwigs des Bayern, als zur Lochowschen Familie gehörend angenommen. Da ein Siegel desselben aus dem Jahre 1347 aber ganz andere Schildabzeichen hat, ist er einer ganz anderen Familie entsprossen.

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Quelle:

Carl von Lochow: Geschichte des Geschlechts von Lochow, Görlitz: C.A. Starke Verlag, 1940

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