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Besatzungszeit 1919-1930 in Trier

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Die Besetzung des Rheinlandes war die unmittelbare Folge der Aufgabe des Kampfes seitens der Heeresleitung und des folgenden Waffenstillstandes.

Der Zusammenbruch Russlands durch den Ausbruch der zweiten Revolution im November 1917, welche den Bolschewisten die Herrschaft gab, und der Friede von Brest vom März 1918 brachten der Westfront keine fühlbare Erleichterung.

Mit dem 11. November begann das Zurückfluten der deutschen Armeen aus dem Westen. Am 13. trafen die ersten geschlossenen Truppenzüge in Trier ein, es waren die Soldaten der 3. Armee aus den Argonnen. Am 15. trafen die ersten Züge der 5. Armee unter General von der Marwitz  ein. Die Mannschaften  wurden vorwiegend in Massenquartieren untergebracht, die Offiziere in Bürgerquartieren.

Am 1. Dezember 1918 überschritt die Vorhut der Alliierten und der Amerikaner die deutsche Grenze. Zwischen dem 4. und 10. Dezember wurde das Gebiet des Kölner Brückenkopfes von den englischen Truppen besetzt. Den Belgiern wies man den nördlichen Teil des Gebietes Kleve, Krefeld, Neuss zu. Die Franzosen rückten gleich mit drei Armeen an, die 8. Armee besetzte Kaiserslautern, die 30. Wiesbaden, die 10. nahm ihren Stand in Mainz.

Tötungen in der Besatzungszeit:

6. Juni 1919: Der Schneider Josef Weber aus trier wird von einem amerikanischen Lastwagen überrollt
8. August 1919: Ein Amerikaner erschießt Wilhelm Gorres aus Trier
27. Mai 1922: Das Kind Martha Steffens, Trier, Kronprinzenstraße 12 wird von einem französischen Wagen überfahren
13. März 1923: Nikolaus Reuter verübt in französischer Gefangenschaft Selbstmord
21. März 1923: Die Schülerin Agnes Schmitt aus Trier wird Opfer eines Verkehrsunfalls
1. Juni 1923: Der Gärtner Martin Dietz wird am Hauptmarkt von Wilhelm Reuter erschossen
3. Juni 1923: Die Marokkanische Bahnwache erschießt Anton Eilenz
26. August 1923: Postschaffner Johann Reuter wird von Marokkanern überfallen und erschlagen
23. September 1923: Der Separatist Gransdorf erschießt Julius Tibo

Während dieser Zeit werden 36 Fälle schwerer Körperverletzung registriert, 12 Fälle von Notzucht, 55 Fälle versuchter Notzucht auf weibliche Personen, 13 Fälle der Vergewaltigung und 19 Raubüberfälle.

Quelle:

Kentenich, Gottfried: Trier und das Trierer Land in der Besatzungszeit 1919 – 1930 : 12 Jahre unter der Geißel der Fremdherrschaft, Trier: Volksfreund 1930

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  1. Trier - Blog - 23 Aug 2010

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