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Der Heiducke Johann „Karl“ Theodor LIESEGANG
muss schon eine sehr stattliche Erscheinung gewesen sein. (hintere Reihe, 4. von links) Er war schätzungsweise mindestens 1,90 m groß, wenn man sich im Vergleich dazu die übrige Leibdienerschaft anschaut. Das dürfte einer der Gründe gewesen sein, ihn als Personenschützer des Fürsten auszuwählen.
Ein Heiducke war in dieser Zeit in Sondershausen ein Leibwächter, der z. B. auch auf der Kutsche mitfuhr (oft hinten auf dem sogenannten Lakaienbrett stehend, in diesem Fall vom Fürsten Günther Friedrich Carl II. von Schwarzburg-Sondershausen, dem vorletzten Fürsten dieser Linie.
Aus dieser Zeit um 1880 wird auch das Foto der Leibdienerschaft datieren. Auf dem Foto ist auch der Schwager des Karl LIESEGANG, der Lakai SCHMIEDECKE, abgelichtet (hintere Reihe, 2. von rechts). Das Originalfoto wurde abfotografiert im Schlossmuseum in Sondershausen. Es steht dort mit anderen Fotos in einer Vitrine. Es war etwas verzerrt, deshalb hat hier die KI nachgeholfen.
Günther Friedrich Carl II. von Schwarzburg-Sondershausen
geboren 24.9.1801 in Sondershausen, gestorben 15. 9.1889 in Sondershausen, war ein deutscher Fürst, der vom 19. August 1835 bis zum 17. Juli 1880 regierender Fürst von Schwarzburg-Sondershausen, Graf von Hohnstein, Herr zu Arnstadt, Sondershausen, Leutenberg und Blankenburg war.
Fürst Günther Friedrich Carl II. war Sohn des Fürsten Günther Friedrich Carl I. von Schwarzburg-Sondershausen (1760–1837) und dessen Gemahlin Fürstin Caroline (1774–1854), Tochter des Fürsten Friedrich Karl von Schwarzburg-Rudolstadt.
In seiner Regierungszeit kam es zu regen Bautätigkeiten. Er ließ sein Residenzschloss in Sondershausen im damaligen Modegeschmack des Klassizismus umgestalten, dazu holte er Carl Scheppig, einen bedeutenden Schinkelschüler aus Berlin an den Sondershäuser Hof. Durch finanzielle Engpässe und die Scheidung des Fürstenpaares konnten die Pläne nur teilweise umgesetzt werden.
Am 17. Juli 1880 übergab Günther die Amtsgeschäfte aufgrund seines hohen Alters und eines Augenleidens an seinen Sohn Karl Günther.
Er verstarb schließlich am 15. September 1889 und seine Gebeine wurden nachträglich im Jahr 1891 in die neu erbaute fürstliche Grabkapelle der Trinitatiskirche in Sondershausen überführt. Quelle Wikipedia
Die Nachkommen von Johann Karl Theodor Liesegang als Buchhändler in Schleswig
Der Sohn Carl Ferdinand Ottomar Liesegang *1. November 1875 in Sondershausen, gestorben 1937 in Schleswig war Buchhändler in Schleswig und Gründer der Buchhandlung Liesegang (seit 1901, also genau 125 Jahre), eines traditionsreichen Buchhandelsunternehmens mit Hauptsitz im schleswig-holsteinischen Schleswig mit heute 7 Filialen in Eckernförde, Flensburg, Husum, Kiel und Rendsburg. Die Liesegang GmbH wird noch heute in vierter Generation von der namensgebenden Gründerfamilie geführt.
Es existieren auch noch alte Postkarten vom Stadtweg 8 in Schleswig aus der Kaiserzeit mit dem Mutterhaus der Buchhandlung Karl Liesegang auf der rechten Seite.
Zum 100-jährigen Bestehen zog das Unternehmen in vierter Generation (unter Peter Liesegang) in die Fußgängerzone (Stadtweg 22) um und eröffnete ein großes Medienhaus auf knapp 700 Quadratmetern Verkaufsfläche.
Danksagung
Ein großes DANKESCHÖN richtet sich an meinen Forscherkollegen Gunnar Nebelung. Die Informationen sowie die Fotos stammen von ihm.

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