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- Der ältere Sohn Christoph II. erhält den alten Stammsitz Rüdigershagen mit Zubehör. Wie sein Vater ist auch Christoph II. noch heftig in die von Mainz ausgehenden Kämpfe um die Gegenreformation im Eichsfeld verwickelt. 1578 fällt der diese Gegenreformation führende kurmainzische Amtmann von Stralendorff auch in die Hagenschen Dörfer ein, um die Patronatskirchen wieder in katholischen Besitz zu bringen.
Er erscheint in Deuna und Rüdigershagen. Es ist schließlich allgemein zu der stillschweigenden Vereinbarung gekommen, daß die meisten evangelischen Prediger zwar in den Dörfern bleiben dürfen, aber ihr Amt nur noch in den Gutshäusern ausüben dürfen. Als aber weitere Bedrückungen einsetzten, tritt schließlich die Ritterschaft am 14.11.1594 an der uralten Versammlungsstätte, der Fegebankwarte bei Heiligenstadt, zusammen. Mit Stralendorff kommt es zu erregten Auseinandersetzungen, in denen Heinrich von Westernhagen und Christoph II. vom Hagen für ihre Glaubensgenossen das Wort führen. Beide werden schließlich beauftragt, zusammen mit Otto Heyse von Kerstlingerode, eine Beschwerdeschrift an den Kurfürsten von,Mainz aufzusetzen und zu überbringen. In den Hauptpunkten ist die Beschwerde vom Kurfürsten erklärlicherweise abgewiesen worden.
Zum Besitz von Christoph haben außer Rüdigershagen noch gehört Hüpstedt‚ Ober-und Niederorschel, Niedergebra, Zaunröden und Bleicherode. Auf diesem Grundbesitz ist diese Linie fast ungeschmälert bis in die Jetztzeit sesshaft geblieben, bis die durch die Sowjetverwaltung 1945 verfügte Enteignung allen Grundbesitzes alles genommen hat. Nur Hüpstedt war kurz vorher wegen seiner ungünstigen wirtschaftlichen Lage zum Hauptgut verkauft worden.
Von den beiden großwerdenden Söhnen von Christoph erhielt der gleichnamige Christoph III. Hüpstedt, der andere, H a n s, Rüdigershagen mit Zubehör. Der von diesem Hans ausgehende Ast blieb für 5 Generationen sesshaft, seine Angehörigen sind zu keiner Bedeutung gekommen. Er hat aber durch eine große Anzahl Töchter sein Blut an zahlreiche Geschlechter des Adels weitergegeben, so an die Bünau‚ Bevrittich, vom Hagen-Deuna, Ziehlberg‚
Hanstein‚ Tettau, Schönberg, Beulwitz‚ Bodungen. Mit zwei Brüderpaaren der 5. Generation, die in den napoleonischen Kriegen
in Spanien und Frankreich gefallen sein sollen, ist der Ast um 1815 ausgestorben. Der Grundbesitz fiel an den Christoph-Ast zurück.
vgl. Nachrichten vom Johanniterorden, Johann Gottfried Dienemann, (Berlin, George Ludewig Winter, 1767), 278
vgl. Heinrich August Lindner (Hrsg.: O.Spohr) (Lindnersche) Ahnentafelsammlung, Blatt 1226b
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