| Notizen |
- Er war das fünfzehnte Kind und der siebente Sohn seiner Elte rn. Seine väterliche Familie stammte von einem 1564 zu Werda geborenen Johann S., der in Schneeberg Stadtrichter wurde und, als er 1637 dort starb, eine zahlreiche Nachkommenschaft hinterließ. aus welcher namentlich einer, der 1644 geborene und 1715 gestorbene Veit Hans, Urgroßvater des gleichnamige n Malers, zu reichem Besitz und hohem Ansehen gelangte; er wurde im J. 1687 von Kaiser Leopold I. unter Verleihung des Beinamens v. Carolsfeld geadelt und hat seinem Namen dadurch ein noch jetzt erhaltenes Denkmal gestiftet, daß er in dem bei Eibenstock gelegenen Orte Carlsfeld, wo er ein Messing- und Blech-Hammerwerk angelegt hatte, auf eigene Kosten 1688 d ie noch heute stehende Kirche erbauen ließ; vierhundert Berg leute begleiteten seine Leiche zur letzten Ruhestätte. Sein Enkel Gottlieb S. war Jurist, prakticirte .in Schneeberg und wurde dort Senator und Accisinspector; bis auf seine Zeit w ar die Theilung des einst großen Familienbesitzes so weit vo rgeschritten, daß ihm und einem Bruder als gemeinschaftliche s väterliches Erbe nur das Gut Brünlasberg bei Schneeberg zu fiel. Der Wald dieses väterlichen Gutes nahm unter den Dinge n, welche die Entwicklung des jungen Veit Hans beeinflußten, eine nicht unbedeutende Stelle ein, stählte Kraft und Gesun dheit seines Körpers und weckte frühzeitig in ihm einen sein eren Natursinn. Die besonderen Neigungen, welche er in seinen kindlichen Bes chäftigungen verrieth, zeigten so bestimmt die Richtung auf seinen künftigen Lebensberuf, daß er sich schon als Knabe de n Namen des kleinen Malers erwarb. Allein der Wille seines V aters war, daß auch er Jurist werden sollte. Daher bezog er zu Ostern 1784 die Universität zu Leipzig, disputirte daselbst am 24. März 1 87 unter A. F. Schott’s Vorsitz und bestand am 16. November desselben Jahres die Notariatsprüfung. Als jedoch einige Monate später sein Vater starb, entschied dieses Ereigniß darüber, daß er sich entschloß, die juristische Laufbahn aufzugeben und sich ganz dem Künstlerberufe zu widmen. Ziemlich gleichzeitig verheirathete er sich mit der Tochter eines Leipziger Kaufmanns, Juliane Lange. Dies führte dazu, daß er außerhalb Leipzigs sich eine Existenz zu begründen versuchte und zuerst, veranlaßt durch den Rath eines dort wohnenden Universitätsfreundes, Namens Volmer, Königsberg i . Pr. als Aufenthaltsort wählte, später Magdeburg, wo er an der Handelsschule eine Anstellung als Schreiblehrer erhielt. Aber nach kaum zweijähriger Abwesenheit kehrte er 1790 nach Leipzig zurück, um in dieser Stadt seine ganze übrige Lebenszeit zu verbringen. Hatte 14 Kinder
vgl. Die Familie Schnorr (Schnorr von Carolsfeld) in Erzgebi rgische Genealogien, Heft 3, von Wolfgang Lorenz, Annaberg-B uchholz 1997
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