| Notizen |
- Am 12. Mai 1292 trug er König Adolf von Nassau die Stadt Esc hwege als Reichslehen an und erhielt sie und die Reichsburg Boyneburg sofort als erbliches Reichslehen zurück. Damit erw arb er die Reichsfürstenwürde, was seine Machtstellung in He ssen erheblich stärkte. Heinrich baute Kassel, ab 1277, als Residenz aus und errichtete das Marburger Schloss. Durch ges chickte Diplomatie kam er unter anderem in den Besitz von So oden-Allendorf, Kaufungen, Witzenhausen, Immenhausen, Greben stein, Wanfried, Staufenberg, Trendelburg und des Reinhardsw aldes. Ab 1292 kam es zu Erbstreitigkeiten mit seinen Söhnen aus der ersten Ehe, da seine zweite Frau die erbliche Berüc ksichtigung ihrer eigenen Söhne verlangte. Dies führte zu Bü rgerkriegen, die bis zum Tode Heinrichs andauerten. Heinrich starb im Jahr 1308 auf einer Reise nach Marburg und wurde d ort in der Elisabethkirche beigesetzt. Das Erbe wurde schlie ßlich 1308 geteilt. Otto I. von Hessen aus erster Ehe erhiel t das „Land an der Lahn“ mit Marburg und Johann von Hessen a us der zweiten Ehe erhielt Niederhessen mit Kassel. Da Johan n schon 1311 starb, fiel Niederhessen danach ebenfalls an Ot to. Literatur: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 1 1, Duncker & Humblot, Leipzig 1880, S. 516–519. vgl. Erich Brandenburg: Die Nachkommen Karls des Großen, Ver lag Degener und Co, Neustadt an der Aisch, 1995 vgl. Avenarische Chronik, Blätter aus drei Jahrhunderten ein er deutschen Bürgerfamilie, von Ludwig Avenarius, Leipzig: V erlag Reisland 1912 zzgl. den Ergänzungen aus dem Luther-Nac hkommenbuch, Ahnen und Enkel, Bd. 3, vom Starke Verlag in Li mburg, 1960, S. 54 ff., 236 und 240 mit zusätzlichen Angaben zum Avenarius Zweig. Weiterhin die Ergänzung mit der Ahneng emeinschaft der hessischen Avenarii mit Goethe, bis hin zu K arl d. Großen, von Dr. Gert Avenarius in Frankfurt. (Digital e Kopien) vgl. W.K.v.Isenburg, Europäische Stammtafeln, Band I, Tafel 97, Marburg, 1953 (1965) vgl. W.K.v.Isenburg, Europäische Stammtafeln, Band II, Tafel , Marburg, 1953 (1965) vgl. Scharnhorst-Genealogie: Vorfahren und Nachkommen des pr eußischen Generals und Heeresreformers Gerhard von Scharnhorst (1755–1813) und seiner Geschwister, von Claus-Dieter Gelbke und Jens Th. Kaufmann, Braunschweig 2013
|