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- Johann Karl Rodbertus ist in der Geistesgeschichte des 19. J h. als Begründer des wissenschaftlichen konservativen Sozial ismus bekannt, der auf Nationalem, friedlichem und gestzlich em Wege verwirklicht werden sollte. In die Auseinandersetzun g der Revolution versuchte er auch handelnd einzugreifen. Er wurde in die Nationalversammlung gewählt und war auch für 1 4 tage Kultusminister im Ministerium Auerswald-Hansemann. In der 2. Kammer von 1849 setzte er als Führer des linken Zent rums den Beschluss auf Anerkennung der Reichsverfassung durc h, was zur Auflösung der Kammer führte. In der Konfliktzeit verteidigte er Bismarcks Politik. Sein Vater war zeitweise P rofessor des römischen Rechts in Greifswald, sein Großvater Johann Nikolaus Kaufmann zu Barth in Pommern. Des Großvaters Bruder Johann Karl Rodbertus ist zugleich der erste Gatte d er Großmutter Katharina Maria Westphalen, die damit auch zur Großmutter des späteren Adelsgeschlechts von Rodbertus wird . Der Urgroßvater Nikolaus David Rodbert gehörte wohl in den Zusammenhang des mecklenburgischen Pfarrergeschlechtes dies es Namens, dessen Ahnherr Petrus Rodbert Pastor in Boren bei Schleswig ist und 1609 starb. Das gleiche Amt hatte sein So hn Johann, während sich die Enkel Johann und Heinrich nach M ecklenburg wandten und dort eigene Linien begründeten. Johan n (1622-1666) war seit 1649 Pfarrer in Lübchen, Heinrich (16 19-1695) war seit 1654 Pfarrer in Kölzow. E rhatte Katharina , Tochter des Schiffers David Richter zu Rostock und der Kat harina von Wieden (+1655 als Frau des Universitätsbuchdrucke rs Nikolaus Kilius) geheiratet. Heinrich begann in der trost losen Zeit des 30jährigen Krieges, baute selbst das Pfarrgeb äude mühevoll mit der Maurerkelle allmählich auf und bestell te selbst mit Gattin, Kindern und Mägden das völlig ungepfle gte Land. Heinrichs Sohn Daniel Nikolaus (+1731) wurde 1691 es emeritierten Vaters Nachfolger in Kölzow. Vermutlich ist nach den Vornamen David und Nikolaus der obengenannte Schwer iner Rodbert in diesen Sippenkreis einzuorden. Bemerkenswert ist die mütterliche Ahnenseite. Friederike Eleonore Schlett wein ist die Erbin von Beseritz in Mecklenburg-Strelitz. Die ses Gut verwaltete der Vater Johann Kalrs vorbildlich für de n Sohn. Friederike Eleonores Vater Johann August Schlettwein aus Weimar (1731-1802) war in seinem Jahrhundert als der"ph ysiokratische Wirt" bekannt. Er hatte die erste Professur de r ökonomischen Fakultät in Gießen inne, war auch Professor d er Polizeiwissenschaften zu Kalrsruhe gewesen. Seine Gattin Friederike Eleonore von Geusau, Tochter und Schwester eines Generals, entstammte dem mitteldeutschen Uradel. Unter ihren Ahnengeschlechtern finden wir unter anderem die Eschwege, M ünster, Gehofen, Seebach und vor allem die hochbegabten Witz leben der WendelsteinerLinie, die bereits in der Zeit Martin Luthers mit einem Ritter und Doktor ihre geistige Veranlagu ng bekundeten und die gelehrte Tradition über viele Generati onen weitergaben. Überraschend ist auf der Mutterlinie, dass es sich bei Marie Dorothea von Schütz um eine Angehörige de s 1895 ausgestorbenen Geschlechts Schütz von Pflummern hande lte, das seinen Auffstieg einer in Würtembergs Geschichte be rüchtigten Persönlichkeit verdankt, dem Johann Heinrich v. S chütz, der in einer der unseligsten Epochen Würtembergs, der langjährigen Mätressenwirtschaft des Herzogs Eberhard Ludwi g, eine bedenkliche Rolle gespielt hatte. Johann Heinrichs V ater, Johann Balthasar Schütz, war gräfliche-hanauischer Amt mann, seine Mutter eine geborene Rodschied. Johann Heinrichs Bruder, Johann Philipp Schütz, war würtembergischer Geheime r Rat und Kirchenratsdirektor, eine Schwester an den adelige n Geheimrat Johann Nathanael von Schunck, eine Persönlichkei t von zweifelhaftem Ruf verheiratet. Andererseits war die er ste Gattin des Johann Heinrich v. Schütz oo 18.1.1694 Anna P hilippine von Schunck. Johann Heinrich v. Schütz war Herr zu Adelsberg, Pflummern und Winzerhausen, Ritter des Ordens de la générosité, kaiserlicher Reichshofrat des Herzogs Eberha rd Ludwig von Würtemberg, wirklicher Geheimer Rat, Konferenz minister wie auch Bevollmächtigter und außerordentlicher Ges andter am kaiserlichen Hoflager, auf dem Reichstag in Regens burg. Er wurde am 14.2.1699 von Kaiser Leopold I. in den Rei chsadelsstand, am 3.3.1719 von Kaiser Karl IV. in den Freihe rrenstand erhoben. Er ist vermutlich in Hanau geboren am 4.7 .1669 und starb am 3.10.1732 zu Nürnberg. Er war auch Obervo gt der Städte und Ämter Blaubeuren, Münsingen und Steußlinge n. Eine andere Tochter erster Ehe, Caroline Wilhelmine Elisa beth, heiratete 1734 den Karl Heinrich von Gsug und nach des sen Tode Eugen Graf von Schwerin. Die Herkunft der zweiten F rau des Johann Heinrich v. Schütz oo 17.6.1716 Eleonore Doro thea von Körbener, war bisher nicht zu ermitteln. Ein Geschl echt dieses Namens erscheint in Moltkes Ahnentafel.
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