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- Als Eltern sind eingetragen "Johann Christian" und Marie Dorothee Thelemann, als Pate ist der damals noch ledige Bruder seines Vaters eingetragen mit dem Vornamen "Johann Christoph", die weiteren Paten waren Susanna Weber und der Gemeindevorsteher Johann Christian Herbote
Geboren vormittags 9 Uhr - es sind 9 Kinder, davon 2 Frühverstorbene, die Datenfehlen hier auch. Paten: Johann Christoph Liesegang, ledigen Standes und offenbar der Onkel. Frau Susanne Weber sowie Johann Christian Herbote, Gemeindevorsteher.
Geerbt hat die Hauptstrasse 73 der Christian Friedrich Christoph 1830. Der hat dann den Hof Hauptstrasse 2 neu 1836 gebaut. Nachfahre war sein Sohn Albert 1889 und danach dessen beiden Söhne Willi und Walter. (32012 und 32016)
https://www.ancestry.de/search/collections/62672/records/15723
Der Helmegau.
Die Heimat der zu den folgenden Stammfamilien gehörigen Sippenmitglieder war ursprünglich die Goldene Aue, der Helmegau, pagus Helmingove. Er reicht im Osten etwa bis Martinsnith und Großleimungen, im Westen bis Sachsa. Im Süden bilden die Grenze: Ritterode-Steinbrücken, Heringen, Auleben, Kelbra, Bennungen. Hier grenzt der Helmegau an den Wippergau (Bann Jechaburg) und an den Nabelgau (Bann Frankenhausen). Am Ende des 8. Jahrh. ist Hartrat Gaugraf des Helmegaues (Hartratsburg bei Berga), im 10. Jahr. Wurden Wilhelm I. und II. von Weimar als Gaugrafen des östl. Teiles (Sedes Berga inferior) genannt.
Nach einem Verzeichnis der 11 Gerichtsstühle (Sedes) des Archidiakonats Jechaburg aus dem 15. Jahrh. gehörten zur Sedes Berga inferior folgende uns betreffende Ortschaften: Kelbra, Walhausen, Heringen, Stolbergk, Berga, Auleben, Breitungen, Besenrode. Zur Sedes Berga superior gehörten u. a. Northusen, Ylefeld, Rosla, Steinbrücken, Sunthausen, Uthleben, Windehusen, Byla, Leymbich, Urbich, Steygertha, Hartzungen, Krimilderode, Obersachswerff, Elrich, Klettenberg, Tettenborn, Sachse, Saßwerff inferior. Durch die Urenkelin des Grafen Wilhelm II. von Weimar kam die Sedes Berga inferior an deren Sohn, den Grafen von Rothenburg. Beim Aussterben der Grafen von Rothenburg um 1230 fiel deren Besitz an die Beichlinger (v. Werther), die in die Rothenburg einzogen. Das Gaugrafenamt führten aber nach dem Aussterben der Grafen von Rothenburg nicht die Beichlinger, sondern die Grafen von Stolberg. Die Gau- und Spezialgerichte der Sedes Berga inferior waren zu Bliedungen (wüst bei Bennungen). Uftrungen, Rottleberode und Görsbach. Den Bann Berga superior besaßen im 12. Jahrh. die Grafen von Klettenberg, die zugleich Gaurichter waren, aber einen großen Teil ihres Besitzes an die Grafen von Sangerhausen verkauften. In diesem neuen Besitz am Südabhang des Harzes ließ Graf Konrad von Sangerhausen die Burg Hohnstein erbauen, seitdem nennen sich die Grafen von Sangerhausen die Grafen von Hohnstein und führen das Gaurichteramt. Das Hauptgericht der Sedes Berga superior, das Generallandding, befand sich zu Nordhausen.
1315 und 1347–49 herrschten Hungersnot und Pest, Juden wurden erschlagen, es bildeten sich die Geißlerorden. 1363 kam es zum Streit zwischen Nordhausen und Hohnstein wegen der Schnabelsburg, die Nordhäuser nahmen fremde Offiziere in Sold und verbrannten die Dörfer Hohnstein, Heringen und Kelbra. 1372 und 1394 kam es zu verschiedenen Teilungen der Grafschaft Hohnstein. Anfang des 15. Jahr. gingen die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den benachbarten Herrschaften weiter, besonders zwischen Graf Ulrich von Hohnstein und dem Edelherrn Friedrich von Heldrungen, der 1412 „mit Dreschern, Medern und Pflug-Bengeln“ die Burg Hohnstein erobert und ganz entsetzlich in der Gegend wütet. In diesem Fleglerkrieg wurden 15 Ortschaften durch die Flegler eingeäschert, darunter auch Crimderode und Dimderode, beide wüst zwischen Urbach und Uftrungen. Wechselnde Oberherrschaft, Pest und Krieg ließen das Land nicht zur Ruhe kommen. Die Unruhen des Bauernkrieges, von dem Stolberger Thomas Münzer in Brand gesetzt, fanden mit der Hinrichtung Münzers am 30.5.1525 in Mühlhausen ein Ende. Am 15.5.1525 war der Graf von Stolberg mit Herrn von Werther, Herrn von Rüxleben und 2 bis 3 Dutzend Rittern in das Lager von Thomas Münzer geritten, sie forderten seine Auslieferung, dann freien Abzug der Bauern. Da Münzer sich weigerte, erfolgte ½ Stunde später der Angriff, die Bauern flohen, Münzer rettete sich in eine Bodenkammer, wurde aber gefangen genommen, im Heldrunger Schloß gefoltert und nach Mühlhausen gebracht zur Hinrichtung. Die Hohnsteinschen Bauern entgingen dem Unheil der Schlacht, sie waren bei der Kunde vom Angriff gleich in ihre Dörfer zurückgelaufen. Luther weilte zur selben Zeit in dieser Gegend und predigte von der Stolberger Kanzel herunter gegen Münzer. Am 14.4.1525 predigte er dann in St. Blasii in Nordhausen und begab sich dann zu einem Festessen zu seinem Freund Bürgermeister Ernst am Markt. Abends verließ er die Stadt unter Bedeckung von Hauptmann Balthasar Sundhausen, der ihn bis zur Banngrenze in Richtung Weimar begleitete. In den Kauf- und Pachtverträgen dieses Jahrhunderts kommen auch öfters die Namen Urbacher Familien vor, z. B. im Zusammenhang mit den Berrungenhöfen Lorentz Iteljörge, Heinrich Bühling, Christoph Weber, Friedrich Bühling u. a.
Während des 30jährigen Krieges war die Goldene Aue Durchmarschgebiet für Tillys Truppen, die Ortschaften und Städte waren zu Kriegskontributionen gezwungen, besonders unangenehm hauste Isolani mit seinen Kroaten. Harzschützen rotteten sich zu Banden zusammen und schossen die Soldaten nieder. Klettenberg wurde abgebrannt, Walkenried überfallen, desgleichen Ellrich, Ilfeld, die Grafschaft Hohnstein, deren Burg 1627 niedergebrannt wurde.
Die Jahre 1626/28 waren für den Südharz dann verhältnismäßig ruhig, so dass die Felder wieder bestellt werden konnten. In der Grafschaft Hohnstein vertrieb Graf Thun allerdings die evangelischen Geistlichen mit Waffengewalt und setzte die katholischen Pfarrer wieder ein. Die Schweden hausten danach auch nicht viel besser unter dem Oberst von Wedel. Dann wieder ist Wallenstein 3 Tage, nach ihm Pappenheim, in der Goldenen Aue, Sangerhausen wird ausgeplündert, da es die geforderte Kriegssumme nicht aufbringen kann, Bleicherode wird eingeäschert, fast alle anderen Städte und Ortschaften im Laufe
der folgenden Jahre heimgesucht, abwechselnd von den Schweden und den Kaiserlichen, unter denen sich auch Marschall Piccolomini befand. Im Frieden von 1648 wurden dann die Grafschaften Lohra und Klettenberg mit dem Bistum Halberstadt, zu dem Hohnstein gehörte, dem Kurhause Brandenburg zugesprochen. Textquelle: Sippenverband Ziering, Moritz Alemann, Druckheft 5, Mai 1941
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