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- Friedrich von Hardenberg wurde auf dem Gut Oberwiederstedt a m Harz in Kursachsen geboren. Der dortige elterliche Besitz war ein kleines Renaissanceschloss mit Gutshof. Novalis ents tammte altem niederdeutschen Adel; die Familie Hardenberg br achte in verschiedenen Linien einflussreiche Beamte und Mini steriale hervor, so z. B. in der niedersächsisch-gräflichen Linie den preußischen Staatskanzler Karl August von Hardenbe rg (1750–1822), bekannt geworden u. a. durch die Stein-Harde nbergschen Reformen. Abgesehen von einem Ölgemälde ist ein i hm zugeschriebenes Taufhäublein die einzige dingliche Überli eferung des Dichters. In der Kirche in Wiederstedt wurde der Sprössling der freiherrlich-obersächsischen Linie auf den N amen Georg Philipp Friedrich getauft. Andere Namen, vor alle m Leopold, dürfen als bloße Zueignungen oder Widmungen an Be kannte und Verehrte durch den Vater und Friedrich von Harden berg selbst gelten, der in Abgrenzung zu seinem jüngeren, Ge org gerufenen Bruder, vor allem auf Friedrich (oder Fritz) h örte. Auf dem Gut verbrachte Novalis seine Kindheit und Juge nd. Sein Vater, der Gutsbesitzer und Salinendirektor von Dür renberg, Artern und Kösen (seit 1784) Heinrich Ulrich Erasmu s Freiherr von Hardenberg (1738–1814) war ein streng pietist ischer Mensch, der auf Grund früherer Erlebnisse Mitglied de r Herrnhuter Brüdergemeine geworden war. In zweiter Ehe war er verheiratet mit Auguste Bernhardine Freifrau von Hardenbe rg, geborene von Bölzig (1749–1818), die elf Kindern das Leb en schenkte, so auch – als dem zweiten Kind – Georg Friedric h Philipp Freiherr von Hardenberg, der sich selbst später „N ovalis“ (Neuland, Brachfeld, wahrscheinlich nach dem Namen e ines Guts in Familienbesitz) nannte. Zunächst wurde der Jung e von Hauslehrern unterrichtet, so auch von Christian Daniel Erhard Schmid (1762–1812), dem er zu Beginn seiner Hochschu lbildung in Jena erneut begegnete. Novalis besuchte 1790 die Prima des Gymnasiums in Eisleben unter Rektor C. D. Jani, w o er die damals üblichen Kenntnisse der Rhetorik und der ant iken Literatur erwarb. Der Onkel, Friedrich Wilhelm Freiherr von Hardenberg, Landkomtur des Deutschen Ordens, nahm Noval is als Zwölfjährigen fast ein Jahr in seine Obhut auf dem Sc hloss in Lucklum. Im Juni 1794 schloss Novalis das 1790 bego nnene Jurastudium in Jena (dort betreut unter anderem von se inem früheren Hofmeister Christian Daniel Erhard Schmid), Le ipzig und Wittenberg mit bestem Examen ab. Im Zuge dieses St udiums hörte er 1791 Schillers Geschichtsvorlesung und knüpf te zu ihm während dessen Krankheitszeit enge persönliche Kon takte. Weiterhin begegnete er Johann Wolfgang Goethe, Johann Gottfried Herder und Jean Paul, schloss Freundschaft mit Lu dwig Tieck, Friedrich Wilhelm Joseph Schelling und den Brüde rn Friedrich und August Wilhelm Schlegel. Im Oktober 1794 wu rde Novalis nicht – wie eigentlich geplant – in den Staatsdi enst aufgenommen, sondern verdingte sich zunächst in Tennste dt als Aktuarius bei dem Kreisamtmann August Coelestin Just, der nicht nur sein Vorgesetzter, sondern auch Freund und sc hließlich Biograph wurde, gemäß seiner Devise: „Jeder Anfang ist ein Akt der Freiheit“. Während dieser Zeit lernte er im nahen Schloss Grüningen die junge Sophie von Kühn kennen, a m 15. März 1795 verlobte er sich mit ihr, an ihrem dreizehnt en Geburtstag. Novalis um 1799, Porträt von Franz GareisIm J anuar des Folgejahres wurde Novalis Akzessist an der Salinen direktion in Weißenfels an der Saale, dem Ort, der seit 1785 zum Wohnort der Familie geworden war. Der frühe und qualvol le Tod seiner dann kaum 15-jährigen Verlobten im März 1797 p rägte Novalis stark. 1795/96 setzte sich Novalis intensiv mi t der Wissenschaftslehre (1794) Johann Gottlieb Fichtes ause inander, die erheblichen Einfluss auf seine Weltsicht erlang te, denn auf die bloße Rezeption der Schriften folgte die We iterentwicklung des Konzepts. Aus dem „Ich“ Fichtes, das sic h von allem „Nicht-Ich“ abgrenzte, machte Novalis den Ausgan gspunkt für eine Liebesreligion. Nun war das „Nicht-Ich“ ein „Du“, ein gleichwertiges Subjekt. An der Bergakademie in Fr eiberg, einer der zu dieser Zeit ersten Hochschuladressen fü r Naturwissenschaften, begann Novalis 1797 sein Studium. Dor t war er Schüler von Wilhelm August Lampadius und Abraham Go ttlob Werner. Letzterem fühlte er sich bald freundschaftlich verbunden. Das Studium an der Bergakademie Freiberg umfasst e Bergwerkskunde, Mathematik, Chemie u. a. m. sowie die prak tische Tätigkeit in den Gruben und war damit eine ausgesproc hen weitreichende, umfassende Ausbildung, zumal die „Naturle hre“ damals mehr umfasste als die späteren Naturwissenschaft en. Sein Bildungsweg hatte in seiner Familie bereits Traditi on. 1798 erschienen seine ersten Fragmente unter dem Titel „ Blüthenstaub“ und unter der erstmaligen Verwendung des Namen s Novalis als Pseudonym im Athenaeum, der Zeitschrift der Fr ühromantiker Friedrich und August Wilhelm Schlegel. Seinen P ublikationsnamen wählte Friedrich von Hardenberg nicht ohne Grund, denn er selbst bemerkte in einer Notiz an August Wilh elm Schlegel, es handele sich um einen uralten Beinamen sein er Familie: „De novali“, die „Neuland roden“, abgeleitet vom Gut seiner Vorfahren, Großenrode oder „magna Novalis“ bei N örten. Seine zweite Verlobung ging Novalis im Dezember 1798 mit der Tochter des Berghauptmanns und Freiberger Professors Johann Friedrich Wilhelm Toussaint von Charpentier (1738–1805) ein : Julie von Charpentier (1778–1811). Pfingsten 1799 arbeitet e Novalis wieder in der Salinendirektion und wurde bereits i m Dezember desselben Jahres zum Salinenassessor und Mitglied des Salinendirektoriums ernannt. Spätherbst 1799 traf er in Jena auf andere Schriftsteller der so genannten „Jenaer Rom antik“, nachdem er im Juli bereits die Bekanntschaft von Lud wig Tieck gemacht hatte. Schon im darauf folgenden Jahr, am 6. Dezember 1800, erfolgte die Ernennung des nun 28-Jährigen zum Supernumerar-Amtshauptmann für den Thüringischen Kreis, eine Stellung, die mit der eines heutigen Landrates verglei chbar ist. Der umtriebige und fleißige Friedrich von Hardenb erg war im Jahre 1800 an der ersten geologischen Vermessung der Region beteiligt. Am 25. März 1801 starb Friedrich von H ardenberg in Weißenfels an einem Blutsturz infolge der „Schw indsucht“ (Tuberkulose). Wahrscheinlich hatte er sich währen d der Pflege von Friedrich Schiller angesteckt. Wohl bereits ab August 1800 war er unheilbar an dem Lungenleiden erkrank t, das es ihm unmöglich machte, seinen Beruf auszuüben. Neue re Forschungen unterstellen allerdings die Erbkrankheit Muko viszidose als eigentliche Todesursache; seit seiner Kindheit litt Novalis an Lungenentzündungen und allgemeiner Körpersc hwäche, was diese These stützt. Nach seinem Tod wurde er in Weißenfels auf dem Alten Friedhof beigesetzt. Er selbst erle bte lediglich die Veröffentlichung der „Blüthenstaub“-Fragme nte, der Fragmentsammlung „Glauben und Liebe oder der König und die Königin“ (1798) und der „Hymnen an die Nacht“ (1800) . Die unvollendeten Romane „Heinrich von Ofterdingen“ und „D ie Lehrlinge zu Sais“ sowie die später so genannte Rede „Die Christenheit oder Europa“ wurden der Öffentlichkeit erst du rch die posthume Drucklegung durch die Freunde Ludwig Tieck und Friedrich Schlegel zugänglich. Literatur: Ahnentafeln be rühmter Deutscher (Deutsche Ahnentafeln Bd. III), Title: Ahn entafeln berühmter Deutscher (Deutsche Ahnentafeln Bd. III), Author: Gebhardt, Peter von; Hohlfeld, Johannes, Publicatio n: Leipzig 1929-1932. Stamm- und Ahnentafelwerk der Zentrals telle für Deutsche Personen- und Familiengeschichte Bd. 8 Page: 48. Friedrich "Novalis" von Hardenberg liegt auf dem " Alten Friedhof" am Stadtpark von Weissenfels begraben. Quelle: Wikipedia
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