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- Jakob Georg von Spangenberg verbrachte seine Kindheit in Kle ttenberg im Südharz. Er wurde von seinem Vater sehr religiös erzogen, da dieser wünschte, dass sein ältester Sohn auch die geistliche Laufbahn einschlagen würde. Er besuchte das Gy mnasium in Ilfeld und nach Abschluss desselben begann er ein Studium in Jena. Er konzentrierte sich zunächst auf die Theologie, wandte sich aber später von dieser ab und studierte vor allem orientalische Sprachen, die griechischen Kirchenväter, Jura und Mathematik. Zu seinen Lehrern zählten der Philosoph und Altertumswissenschaftler Johann Georg Walch und der Moralphilosoph Johann Franz Buddeus.
Bei letztgenanntem wohnte Jakob Georg und korrigierte die Schriften und Arbeiten des Professors, um sein Studium zu finanzieren. Das Haus des Professors galt als ein "Stützpunkt des Pietismus", später wohnte auch sein Bruder August Gottlieb dort. 1722 promovierte Spangenberg mit der philosophischen Schrift "De pondere p lanetarum" und verließ die Universität. Er arbeitete zunächst als Hofmeister in einem adligen Haus in Gotha, ab 1724 fand man ihn im Dienst der Herzöge Ernst Ludwig und Karl Friedrich von Sachsen-Meiningen. Er nahm dort das Amt des Kabinettssekretärs ein. 1733 wechselte Spangenberg in den kurtrierischen, fürstlich-wormsischen und ellwangischen Dienst. Es ist nicht bekannt, wieso er als Protestant in den Dienst eines katholischen Erzbischofs trat, aus dessen Land 1731 die wenigen Protestanten ausgewiesen worden waren. Es gibt auch keine näheren Informationen darüber, wie er in Kontakt mit dem Kurfürstentum kam.
Er nahm zunächst den Posten eines Kabinet tssekretärs ein. Als solcher war er vor allem für die Anfert igung der Sitzungsprotokolle des Hofrates zuständig. 1735 wurde er zum Geheimen Hofrat ernannt. Um 1733 konvertierte Spangenberg zum Katholizismus. Die Gründe für diesen Schritt si nd umstritten und letztlich nicht klar, besonders da Spangen berg noch 1732 versuchte, mit Hilfe des Gründers der Brüderg emeine Graf Nikolaus Ludwig von Zinzendorf eine Anstellung a m dänischen Hof zu erhalten. Mögliche Motive für den Konfess ionswechsel könnten der Wunsch nach einer politischen Karriere und einer gesicherten Zukunft gewesen sein, die er sich am ehesten im Dienst des Kurfürsten Franz Georg von Schönborns versprach. Die enge Bindung zu diesem erleichterte ihm wom öglich die Entscheidung. Spangenberg war aber auch in seiner religiösen Überzeugung gespalten und unsicher. Er schien sich in beiden Kirchen fremd zu fühlen. Die offiziellen Vertreter beider Konfessionen beurteilte er mit sehr viel Skepsis. Er hatte eine tiefe Abneigung gegen die Jesuiten und die römische Kurie. Wichtig schien für ihn der persönliche, indivi duelle Glaube an Christus gewesen zu sein, wie in dem Ausspr uch "alles kommt auf den Glauben an Christus an, das übrige ist Pfaffengeschwätz" deutlich wird.
Eine Rolle könnte auch seine Frau Johanna Dorothea von Wallhof, die aus einer niederrheinischen Adelsfamilie stammte, gespielt haben. Die Eheleute unterstützten Klöster und Abteien, so vor allem die Abte ien Sayn, Niederprüm und Marienberg bei Boppard. Spangenberg stand aber auch nach seinem Konfessionswechsel dem Pietismu s nahe. Er verfügte über eine größere Zahl von Kontakten zur protestantischen Gelehrtenwelt, vor allem nach Göttingen. N ach dem Tod seiner Ehefrau 1756 intensivierte er seine Beziehungen zur Herrnhuter Brüdergemeine in Neuwied. Er nahm auch wieder Kontakt zu Zinzendorf auf und verbrachte längere Zeit an Orten der Brüdergemeine. In Briefen an seinen Bruder August Gottlieb äußerte er wiederholt den Wunsch, der Brüderge meine beizutreten, aber letztlich unterließ er diesen Schrit t, obwohl er in seinen letzten Lebensjahren nicht mehr aktiv im trierischen Dienst stand und von daher keine Hindernisse bestanden hätten. Jakob Georg von Spangenberg diente unter drei Kurfürsten. Unter Franz Georg von Schönborn war sein Ansehen und seine Stellung am höchsten, denn er galt als der w ichtigste und einzige Ratgeber des Kurfürsten. Unter dessen Nachfolgern Johann Philipp von Walderdorff und Clemens Wenze slaus von Sachsen war sein Einfluss nicht mehr so groß und er zog sich nach Auseinandersetzungen zeitweise vom Hof zurück.
Nachdem er unter Clemens Wenzeslaus von 1768 - 1769 als dessen erster Konferenzminister tätig war, zog er sich am 23. 11.1769 endgültig aus dem Staatsdienst zurück. Er wohnte abe r weiterhin in Ehrenbreitstein und wurde um Rat gefragt. Spangenberg war ein treuer Parteigänger des kaiserlichen Hofes in Wien. Er wirkte als kurtrierischer Wahlgesandter auf den Wahltagen 1742 und 1745 und erwarb sich dort die Gunst des Kaisers. 1745 wurde er zum wirklichen kaiserlichen Geheimen Rat ernannt und in den folgenden Jahren mehrmals zu Diensten herangezogen. Als sich Spangenberg nach dem Tode Schönborns aus den Staatsgeschäften zurückziehen wollte, verhinderte W ien dies, da sie seine Anwesenheit am Hof des Kurfürsten von Trier für unbedingt erforderlich hielten, da der französische Einfluss am Wachsen war und sie in Spangenberg ein Gegengewicht sahen. Seine Anwesenheit gab dem Kaiser die Garantie, dass in Kurtrier ein reichstreuer Kurs in der Politik beibe halten wurde. Spangenberg erhielt eine jährliche Pension vom Wiener Hof. Für seine Verdienste für das Kaiserhaus, für das Reich und das Kurfürstentum wurde er 1775 in den Reichsfreiherrenstand erhoben. 1780 wurde der Reichsadelsstand auch für seine Geschwister bestätigt. Am 30.09.1779 starb Spangenberg in Ehrenbreitstein und wurde neben seiner Ehefrau in der Abtei Sayn beigesetzt. Quelle: http://www.geocities.com/gud run_bn/kurtrier5-spangenberg.html - http://www.heimatarchiv- sayn.de/html/spangenberg-grabmal.html vgl. Our Spangenberg (Spangenburg) Heritage, von Oren Edward und Robert Maurice Spangenberg, USA 1993
Getauft:
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