| Notizen |
- Als Kind armer Eltern geboren, verbrachte Kling seine Jugend als Kurrendesinger in Halle (Saale) und schlug sich kümmerl ich durch. Nachdem man bei ihm eine gute Auffassungsgabe fes tstellte, konnte er sich an der nach Jena ausgelagerten Univ ersität Wittenberg im September 1527 immatrikulieren. Als Sc hüler Philipp Melanchthons und Hieronymus Schurffs, promovie rt er 1533 zum Doktor der Rechte, übernimmt 1534 Vorlesungen an der juristischen Fakultät der Universität über den Liber Sextus und 1535 Aufträge des sächsischen Kurfürsten Johann Friedrich I. von Sachsen. 1536 gelangt er an die kanonische Professur , an der Wittenberger Universität, welche verbunde n war mit einem Beisitz am Wittenberger Hofgericht und nachd em er im Sommersemester 1539 Rektor der Universität war, wir d 1541 zum kurfürstlichen Rat ernannt. Als solcher nahm er a m Reichstag in Regensburg teil und fungierte bei den Visitat ionen des Kammergerichtes von 1543 bis 1544. Als ihm 1536 wu rde er in Haft genommen, lehnte aber so gemaßregelt, dass An gebot eines Kanzlers am sächsischen Hof 1537 ab. Trotz Angeb oten am Hof von Joachim II. von Brandenburg und als Syndikus in Lüneburg konnte er diesen nicht nachgehen, da ihn sein s ächsischer Kurfürst ihn nicht frei gab. 1544 fiel er in Ungn ade am sächsischen Hof, da er an anderen Fürstenhöfen, darun ter auch beim Kardinal Albrecht von Brandenburg, ohne Erlaub nis des Kurfürsten Beratungen durchgeführt hatte. Nachdem si ch die Vertreter der Universität für ihn eingesetzt hatten, kam es am 11. Februar 1545 zu einer Einigung, wonach sich Kl ing für 3 weitere Jahre am kurfürstlichen Hof verpflichtete. Während dieser Zeit stand er auch den Theologen in Angelege nheiten Eherechts zur Seite und überträgt dabei die wissensc haftlichen Grundsätze des Humanismus auf die Rechtswissensch aft. Seine Überarbeitung des Sachsenspiegels, womit sich das Oberhofgericht am Anfang Johann Friedrichs I. Amtszeit besc häftigte, wurde durch den Schmalkaldischen Krieg, nicht mehr vollendet. Vielmehr fungierte Kling während der Zeit des Kr ieges als Gesandter in Dänemark, ließ sich danach in Halle a ls Rechtskonsulent nieder, diente einigen Fürsten als Rat un d fungierte als Beisitzer des Schöppenstuhls in Halle und de s Hofgerichts in Jena. Er starb als vermögender Mann. Kling ist ein Vertreter einer systematischen Richtung unter den de utschen Juristen seiner Zeit, wie seine "Enarrationes in lib ros IV Institutionum" (1542) und seine systematische Bearbei tung des sächsischen Landrechts (Das ganze sächsische Landre cht mit Text und Gloß in eine richtige Ordnung gebracht) (Le ipzig 1572) zeigen. Für die Entwicklung des protestantischen Eherechts ist von Bedeutung (Matrimonialium causam tractatu s methodico ordine scriptus) (Frankfurt 1553) eine erneute B earbeitung des Exkursus über das Eherecht in den (Enarration es zum Tit. Just. 1, 10 de nuptiis) Kling war zweimal verhei ratet. Seine erste Frau Barbara Marschall von Bieberstein he iratete er zwischen 1533 und 1535 (sie war geb. um 1515 und starb 1541 in Wittenberg; ihr mutmaßlicher Neffe Nikolaus d. J. Marschall von Bieberstein ehelichte 1584 eine Enkelin Mar tin Luthers). Der Name von Klings zweiter Frau ist nicht bek annt (vielleicht die Witwe des Sachsenburger Amtmannes Andre as Gentzel, + 1514?). Aus beiden Ehen sind zehn Kinder bekan nt. Hans Kling 1567 verh. mit Brigitte von Alnpeck aus Tulck witz, Heinrich Melchior Jurist und Assesor des Schöppenstuhls (+ 31. August 1594 in Halle), war verh. mit Katharina, Tochter des Stepha n Uden, Georg (verh. 1571 mit Anna, der Tochter des Kilian G oldstein der Ältere) Katharina verh. 1554 mit Wolff Holzwirt h, Apotheker in Halle (Saale) Magaretha verh. 1563 mit D. Jo hann Dumerich, eine Tochter verh. mit David Petersen, Pfänne r in Halle, eine Tochter verh. mit Hans von Alnpeck, Marie v erh. mit Paul von Jena, Pfänner zu Halle, eine Tochter verh. mit Hans Niclas von Wyhe, Pfänner in Halle. Quelle: Wikiped ia
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