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- Ihre Großmutter war die erste Mätresse des späteren König Ge org I. und ihre Großtante Clara Elisabeth von Platen war die von dessen Vater, Kurfürst Ernst August von Braunschweig-Lü neburg, und Drahtzieherin in der Königsmarck-Affäre. Die Kor respondenz zwischen ihrem Vater und Prinz Ernst August, Herz og von York und Albany wurde als Beweis für ein homosexuelle s Verhältnis gedeutet. Im Jahre 1727 heiratete Amalie Sophie in Hannover Graf Adam Gottlieb von Wallmoden (1704-1752), S ohn von Graf Ludwig Achaz von Wallmoden und Anna Elisabeth v on Helmburg. Aus der Ehe gingen zwei Kinder, Franz Ernst (17 28-1776) und Friederike (1729-1800), hervor. Bei einer Hanno verreise im Jahre 1735 lernte König Georg II. (1683-1760) Gr äfin Amalie Sophie von Wallmoden kennen und verliebte sich H als über Kopf in sie. Zwar war sie verheiratet, aber gegen e ine Zahlung von 1000 Dukaten war ihr Gatte bereit, seine Ans prüche zurückzustellen. Der König schrieb seiner Frau, König in Caroline (1683-1737), über alle Details seiner jungen Aff äre mit Briefen von vierzig und mehr Seiten auf dem Laufende n hielt, sie und Robert Walpole fragte er nach Rat, wie er s ich verhalten sollte. Als der König nach einer überhasteten Reise wieder in London ankam, war er ausgesprochen schlecht gelaunt. Das lag zum einen daran, dass er an Hämorrhoiden li tt und zum anderen an seiner Trennung zu Gräfin von Wallmode n. Im darauf folgenden Jahr reiste er wieder auf den Kontinent. Die Zeit verstrich, ohne dass der König sich von der Gräfin Wallmoden losreißen konnte, die ihm in diesem Jahr einen So hn gebar, den späteren hannoverschen Feldmarschall Johann Lu dwig von Wallmoden-Gimborn (1736-1811). Durch seine lange Ab wesenheit hatte er es geschafft, die Nation gegen sich zu ve reinen. Selbst die Königin war am Ende ihrer Geduld. Um Geor g II. zur Rückkehr zu bewegen, nahm Caroline die Empfehlung Walpoles an und schrieb ihren Mann, er möge seine Mätresse m itbringen. Dieses Angebot rührte Georg zwar zutiefst, doch e r hielt es für ratsam, keinen Gebrauch davon zu machen. Anfa ng Dezember 1736 fuhr er nach England zurück. Am 20. November 1737 starb Königin Caroline nach langer Kran kheit. Angeblich soll Königin Caroline vor ihrem Tod ihren E hemann gebeten haben, wieder zu heiraten. Georg soll daraufh in geantwortet haben: „Non, j'aurai des maitresses!“ (franzö sisch: „Nein, ich werde Mätressen haben!“). Der Premierminis ter, Robert Walpole, plädierte darauf die Gräfin von Wallmod en aus Hannover zu holen. In der Zwischenzeit mochte Lady Ma ry Scott, Countess of Deloraine, eine Kurtisane, mit der Geo rg ein lockeres Verhältnis hatte, als Lückenbüßer fungieren, bis Amalie Sophie von Wallmoden in England eintraf und für sie vorgesehene Rolle als ständige Mätresse einzunehmen. Dab ei trat sie mit der erwünschten Diskretion auf und gab keine n Anlass zur Klage, abgesehen davon, dass sie, selbst zur Gr äfin von Yarmouth (1740) erhoben, bald begann, Adelstitel zu verkaufen. Lady Yarmouth ließ Georg zwar seine verstorbene Frau nicht vergessen, aber sie spielte eine größere Rolle in seinem Leben als seine früheren Mätressen, Lady Henrietta H oward, Countess of Suffolk, eingeschlossen. Je älter und geb rechlicher der König wurde, desto mehr wuchs sie in die Funk tion einer Vermittlerin zwischen ihm und den Ministern hinei n. Lady Yarmouth bewohnte den St. James’s Palace und Kensing ton Palace, bekam die britische Staatsbürgerschaft und wurde von ihrem Mann geschieden, der eine Jahresrente von £ 4000 zugesprochen wurde. Nach dem Tod von König Georg II. bekam s ie eine Leibrente von £ 10.000 und blieb weiterhin in Englan d wohnen. Später kam sie nach Hannover zurück, wo sie am 19. Oktober 1765 an Brustkrebs starb. Literatur: Mijndert Bertr am: Georg II. - König und Kurfürst, MatrixMedia Verlag Götti ngen (2004) ISBN 3-932313-07-0
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