| Notizen |
- der Bekenner. Ernst (1497-1546) war als zweitgeborener Sohn vorerst nicht für die Regierung im Fürstentum Lüneburg besti mmt. Nachdem aber der Vater, Herzog Heinrich (1468-1532), da s Fürstentum wegen hoher Schulden verlassen mußte und gleich zeitig in die Reichsacht gefallen war, übernahm Herzog Ernst zu Beginn mit seinem älteren Bruder Otto (1495-1549) im Jah re 1520 in Celle gemeinsam die Regierung für das Fürstentum Lüneburg. Sein Bruder Otto schreckte aber vor den hohen Schu lden im Fürstentum zurück und trat freiwillig von der Regier ung ab. Dabei erhielt er eine hohe Apanage und das Amt Harbu rg als kleine Herrschaft zugesprochen. Damit gründete Otto d ie welfische Nebenlinie Harburg. Herzog Ernst erhielt ab 151 2 seine Ausbildung an der Universität in Wittenberg und wurd e dort von Luthers Lehre sehr geprägt. Ernst zog 1530 zum Re ichstag nach Augsburg und unterschrieb das evangelische Glau bensbekenntnis. Hier lernte er den Prediger Urban Regius ken nen. Herzog Ernst ernannte den evangelischen Prediger Regius zum Generalsuperintendenten für das Fürstentum Lüneburg. Mi t seiner Hilfe führte Herzog Ernst die Reformation weiter im Lande ein. Die Klöster wurden kaum erhalten und fielen, wie das gesamte Kirchenwesen im Fürstentum Lüneburg, unter das sogenannte landesherrliche Kirchenregiment. Die kirchlichen Verhältnisse wurden damit neu geordnet und überholte Struktu ren aufgehoben. Bisher konnten Papst und Kaiser die Lehre de r Kiche bestimmen. Seit 1527 griff Herzog Ernst mit seinem Ä rtikelbuch" nun selbst in die Kirchenlehre des Fürstentums e in. Der Herzog nahm Visitationen vor, dabei sollten alle kir chlichen Einrichtungen im Lande zum neuen Glauben geführt we rden. Unter Herzog Ernst kannte die Landeskirche aber noch k eine allgemeine Kirchenordnung wie in anderen protestantisch en Ländern des Reiches. Die erste gedruckte Lüneburger Kirch enordnung erschien im Jahre 1564. Die Reformation war aber k eine reine Bekenntnisbildung, sie war immer mit weltlicher H errschaft und ihren Interessen verbunden gewesen. Die Reform ation führte u.a. zu Auseinandersetzungen des Herzogs mit de n Ständen um die Finanzierung der leeren Staatskasse. Herzog Ernst lebte ganz nach seinem Wahlspruch: `Anderen diene ich , mich selber verzehre ich'. (Q: www.welfen.de) Quellen: W.K .v.Isenburg, Europäische Stammtafeln, Band I, Tafel 65, 66, 72, 74, 89, 104, Marburg, 1953 (1965) // F.Freytag v.Loringh oven, Europäische Stammtafeln, Band III, Tafel 1, Marburg, 1 956 (1964) // J.Grossmann Genealogie des Gesamthauses Hohenzollern, Person 1005, Berli n, 1905, Auswertung der Leichenpredigten nach Fritz Roth, Bo ppard a. Rhein, Bd 1-10
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