| Notizen |
- Bodo v. Gladebeck, Geheimrath und Hofpräsident zu Berlin. Se in Großvater hieß Hans Ernst, welcher 1590 Münchenlohra von dem Grafen von Hohnstein Ernst VII. erhielt, auch sein Vater (Bodo) besaß solches noch, doch dieser starb, ehe sein Sohn Bodo geboren wurde. Münchenlohra wurde im Kriege zerstört u nd der kleine Bodo, noch kein Jahr alt, mußte mit seiner Mut ter zu deren Vater flüchten, dieser erzog ihn auch: Er verlo r durch die Bürgschaften seines Großvaters und Vaters einen großen Teil seiner Besitzungen, doch machte er sein Glück im Kriege, hielt sich lange Zeit im Dienste des Grafen von Say n und Wittgenstein auf und wurde endlich bei dem Kurfürsten Friedrich Wilhelm der Große Geheimrath und Hofpräsident. Der Graf von Sayn u. Wittgenstein erhielt als Churbrandischer G esandter beim Friedenskongress zu Münster und Osnabrück die Grafschaft Hohnstein als eine besondere Gnadenbezeugung von seinem Fürsten, nahm solche in Besitz und ließ sich am 24.10 .1651 zu Ellrich huldigen. Nun verschrieb er dem Bodo v. Gla debeck 6000 Thaler, die er an Münchenlohra zu fordern haben sollte. Als aber dieser Graf Johann v. Sayn u. Wittgenstein am 2.4.1657 zu Berlin verstarb, verkauften seine Söhne Ludwi g Christian und Adolph (Zusatz im KB von späterer Hand) Gust av 1665 dem Bodo von Gladebeck Münchenlohra wieder käuflich für 11000 Thaler, doch mußte er ihnen noch 1000 Thaler zahle n, die er bei der Einlösung nicht wieder erhielt und so beka m er nebst Münchenlohra auch Nohra und Woffleben. Er starb u ngefähr um das Jahr 1681 und liegt in der Kirche zu Münchenl ohra begraben, wo sein Epitaph noch zu sehen ist. Seine Frau hielt sich abwechselnd auf ihren Gütern, bald in Woffleben, Nohra und Münchenlohra auf. Ihr Gerichtshalter hierselbst h ieß Lieseberg. Nach dem hiesigen Kirchenbuche hatte sie eine Tochter namens Sophia, welche am 23.6.1704 zum letzten Mal allhier Gevatter gestanden. Auch versicherten alte Männer, d ass sienoch einen Sohn gehabt, welcher auf Reisen gegangen, aber kurz vor oder gleich nach ihrem Tode in Paris im Duell erstochen wurde. Durch das Absterben dieses männlichen Stamm es wären die erwähnten Güter an den König von Preußen, Fried richI. gefallen. Das jetzige Amtshaus und die Schäferwohnung hat die Frau von Gladebeck im Jahr 1683 erbauen lassen, die ses wird aus folgendem vermutet: Auf hiesiger Amtsscheune be findet sich eine Fahne mit der Jahreszahl 1683 mit einem adl igen Wappen, welches zwei übereinander liegende Felder bilde t, in dem obersten steht ein Löwe oder Leopard, in dem unter en ein Mönch mit einem Bischofsstab und dieses ist das Famil ienwappen, denn sie war eine geborene v. Münchhausen. Wahrsc heinlich liegt sie ebenfalls in Münchenlohra begraben. (Que lle: Die vormaligen Grundbesitzer der Gemeinde Woffleben, na ch handschriftlichen Aufzeichnungen des Kantors Friedrich Au gust Weise) Nachtrag: Im Folgenden sind auf dem Gute Woffleb en diese Besitzer/Pächter genannt: 2.) Amtmann Bernhard von Bendheim, dieser wurde 13.9.1706 zu Woffleben getraut. Seine Gattin starb am Gründonnerstag 1709. 3.) Oberförster Otto H einrich von Mitschetal und Pachtinhaber seit 23.4.1712, sein e Gemahlin hieß Johanne Rosine.
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