| Notizen |
- Um eine Versippung handelt es sich zweifellos bei den Trägern des Namens Erhardt (Erhard, Erhart) im Stempeda und Uftrungen; das ergibt sich insbesondere über die Familienbeziehungen bei Kindtaufen (Paten). Von hier scheinen sich die Ehrhardt nach Urbach, Bielen, Nordhausen, Rottleberode usw. verzweigt zu haben.
Nach den Kirchenbüchern, die in Uftrungen bis 1610, in Breitungen bis 1627, in Rottleberode bis 1622, in Stempeda bis 1649, in Urbach bis 1462, in Görsbach bis 1646, in Hermannsacker bis 1675, in Heringen bis 1730 zurückreichen, lebten in Uftrungen 1602 bereits 4 Familien Ehrhardt, bis 1759 Erhardt, dann Ehrhardt geschrieben, deren Nachkommen im wesentlichen heute dort noch ansässig sind. In Stempeda befanden sich vor 1649 die Familien (in der Mühle, im Tannhof, Christoffel Ehrt), die wohl schon länger dort ansässig waren – und ferner die aus Uftrungen eingewanderte Familie Moritz, Ehrhardt (geb. in Uftrungen 1580) mit 2 Söhnen Martin und Moritz, während die übrigen Kinder in Uftrungen geblieben sind. Die Angehörigen der Familie Christoffel Ehrhardt, die nur 4 Köpfe zählte, sind als Paten 1654, 1655, 1623, 1671 erwähnt; Nachkommen sind nicht verzeichnet. Auch der Uftrunger Stamm weist nach 1722 keinen
Fortgang mehr auf.
Dagegen haben sich die Familien Maximilian Ehrhardt (in der Mühle) und Andreas Ehrhardt (in der Tanne) später auch „an“ oder „hinter“ der Kirchmauer und am „Phuhle“ stark weiterentwickelt. Erst 130–150 Jahr später erscheinen die Ehrhardt „bei Schulzens“, im Haus Nr. 42. dazu später „in der Ecke“ und zwei Träger des Namens Johann Martin Ehrhardt, sowie ein Johann Maximilian Ehrhardt, Zuletzt ist (1793) Ehrhardt im Haus Nr. 40 (dazu später „Bäckers Hof“ und „Neuer Hof“) aufzuführen. Woher die Zugezogenen gekommen sind, ist aus dem Kirchenbuch in Stempeda nicht ersichtlich,
wahrscheinlich stammen auch sie aus Uftrungen.
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