Die Bevölkerung des Deutschen Reiches nach der Volkszählung von 1910

Volkszählungen blicken auf eine lange Tradition zurück. Für Steuerschätzungen und den Zensus war ein sogenannter “Censor” verantwortlich, das war im Römischen Reich der zuständige Beamte. In unserem Land wurde ein erster Versuch einer Volkszählung 1449 in Nürnberg gestartet. Bei den späteren Zählungen wurde die Zahl der Feuerstellen ermittelt, damit schätzte man die durchschnittliche Anzahl der Personen pro Feuer (Haushalt)

Die Pastoren führten sogenannte Seelenbücher, später Familienbücher. In diesen wurde auch die Anzahl und das Lebensalter der Kinder festgehalten. Mit der Zählung der Landbewohner Preußens begann man im Jahre 1686, in der Mark Brandenburg wurde 1719 die erste Volkszählung vorbereitet. Insgesamt wurden im Zeitraum von 1875 bis 1910 im Deutschen Reich alle fünf Jahre Volkszählungen durchgeführt. Das Ergebnis der Volkszählung aus dem Jahre 1910 ist in der nachfolgenden Statistik festgehalten worden.

Aktuell:

Mehr als 20 Jahre nach dem Zensus 1987 wird es 2011 in Deutschland wieder eine Volkszählung geben. Das Bundeskabinett verabschiedete den vom Bundesinnenministerium vorgelegten Entwurf für ein Zensusgesetz. Damit werden Vorgaben der Europäischen Union umgesetzt, die eine Volks- und Wohnungszählung in allen Mitgliedstaaten für 2011 vorsehen.

Bildquelle:

Neuestes Kriegs-Lexikon, Vogel & Vogel, Leipzig 1915

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