Urkundenbuch zur Geschichte der Stadt Neustadt an der Donau

Die zwei Zinnentürme symbolisieren die Wehrhaftigkeit und den Stadtstatus des Gemeinwesens. Das Rautenschildchen verweist auf den Stadtgründer Herzog Ludwig II. (Stadtrechtsverleihung 1273) und die wittelsbachische Stadtherrschaft. Ein Neustädter Stadtsiegel wird erstmals 1309 erwähnt. Bildlich überliefert ist es in Abdrucken seit 1334 mit zwei viereckigen, unten mit einer Leiste verbundenen Zinnentürmen, zwischen denen der Schild der Wittelsbacher schwebt. Dass die ältesten Siegel noch den Namen “Saeligenstadt” tragen, lässt auf ihre Entstehung im ausgehenden 13. Jahrhundert schließen, denn später war schon der Name Neustadt gebräuchlicher.

Im Siegel von 1423 sind die Türme durch einen Torbogen verbunden, der später wieder weggelassen wurde. Das Rautenschildchen, ursprünglich gelehnt (schräg), wurde seit dem 16. Jahrhundert senkrecht gestellt. Bei Aventin (1523) und später wurde das Wappen auch gespalten von Silber und Blau mit den Türmen in verwechselten Farben gestaltet. Durch Bescheid des Innenministeriums erfolgte 1928 die Erneuerung des auf dem ältesten Siegel basierenden Stadtwappens.

Quelle:

Dollinger, Peter Paul: Urkundenbuch zur Geschichte der Stadt Neustadt a. D., Nach den Originalien des städtischen u. pfarrlichen Archivs Neustadt a. D., bearbeitet. Bd.: 1-3,2, Landshut, 1875 (Online-Versionen in der BSB München – Digitisation on Demand)

Bd. 1
Bd. 2
Bd. 3,1
Bd. 3,2

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