Geschichte des uradelichen Geschlechtes Aufseß in Franken

Noch zu Lebzeiten Heinrichs II. wuchs Bamberg zu einer ansehnlichen Stadt empor, die für die angrenzenden Slavenländer eine Stätte christlicher Kultur wurde. Durch Verträge wurden die Burgen Aufseß und Wüstenstein burggräfliche Lehen.

Der Burggraf verzichtete auf alle von der Burg Aufseß gekauften Anteile und versprach seinen Schutz; dagegen versprachen die Aufseß dem Burggrafen mit ihrer Veste Freienfels gegen Jedermann, mit Ausnahme des Bischofs von Bamberg Verteidigung zu leisten. Sie erlaubten dem Burggrafen in ihren Burgen Aufseß und Freienfels sein Kriegsvolk so oft er wollte, unterzubringen und man versprach sich gegenseitig einen guten Burgfrieden zu halten.

Am 11. März 1357 wurden Ulrich, Friedrich und Conrad von König Wentzel wegen ihrer Verdienste um Kaiser und Reich für sich und ihre Nachkommen ewiglich zu ihrem Schlosse Aufseß mit Stock und Galgen belehnt, um damit nach Recht zu richten. Dass dieses Recht, welches im Jahre 1415 durch Kaiser Sigismund erneuert und bis zum Ende des 18. Jahrhhunderts von der Familie von Aufseß faktisch ausgeübt wurde, zu manchen Streitigkeiten mit den Grenznachbarn, dem Bischof von Bamberg und dem Burggrafen von Nürnberg, bzw. Markgrafen von Bayreuth Anlass gab, kann man sich gut vorstellen.

Der gemeinschaftliche Besitz der Burg führte von 1677 an zu schweren Steitigkeiten zwischen den Brüdern Friedrich und Carl Heinrich von Aufseß. Der letztere entschloß sich daher im Jahre 1690, auf einem Berg eine Viertelstunde oberhalb der Stammburg, wo bisher ein offener Ökonomiehof gestanden hatte, ein festes Schloß mit Mauern und Türmen zu erbauen, welches er Oberaufseß benannte. Seit dieser Zeit bestehen in Aufseß zwei Linien der Familie mit 2 Schlössern bis zum heutigen Tage.

Die aufführliche und mit Quellen belegte Familiengeschichte gehört zum Projekt Digitisation on Demand und wird vom BSB München als Online-Version zur Verfügung gestellt.

Herausgeber:

Otto von und zu Aufseß, Berlin 1888

Webseite: www.aufsess.de

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