Kulturgeschichte

Das Buch der deutschen Sinnzeichen

Hausmarken-Stammbaum

Über 400 Zeichen, Runen und Sinnbilder sind in diesem Buch zusammengetragen und in ihren verschiedenen Bedeutungen erklärt. Auch die Zusammenhänge mit Brauchtum und Sage sind dabei berücksichtigt. Besondere Abschnitte beschäftigen sich mit der Entstehung und Anwendung der Runen im Wandel der Zeiten, mit Haus- und Hofmarken, Stabszahlen, Steinmetzzeichen und den Zeichen der Sippenkunde. Unsere Ahnen formten ihre Zeichen sehr umfassend. Nicht ein Geschehen oder eine Begebenheit war Mittelpunkt und Grundlage des Sinnbildes, sondern die Gesamtheit von Ereignissen und Tatsachen. Haus- und Hofmarken: Hofmarken wurden als  [...]



Die Apotheken und Apotheker Kurlands

Apotheker-Rambach

Die älteste Apotheke Kurlands wurde durch Herzog Gotthard und seinen ersten Hofapotheker Limbecker 1578 im Mitauschen Schloss eingerichtet. Bald nach der Berufung des ersten Hofapothekers muss auch etwa um 1600 die Apotheke des David in der Stadt Mitau etabliert gewesen sein. Um 1700 bestanden in Kurland ausser der Hofapotheke noch 9 weitere, das steigerte sich bis 1795 auf 17 Apotheken. Was die Herkunft der Apotheker bis zur Einsetzung der kurländischen Medizinal-Behörde im Jahre 1797 betrifft, so gab es es im Ganzen 108 Pharmazeuten als Besitzer  [...]



Die Geschichte der Siegel

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Das Siegelwesen des Altertums und des Mittelalters ist eine einheitliche, von Generation zu Generation ununterbrochene vererbte Institution. Dabei zehrte das Mittelalter in seiner ersten Hälfte von der Arbeit des Altertums, denn es benutzte die in Menge überlieferten antiken Steinschnitte. In der zweiten Hälfte nach dem Übergang zum Metallstempel entfaltete sich das kunstgewerbliche Geschick enorm. Der bedeutsamste kulturgeschichtliche Zeitraum in der Geschichte des Siegelwesens beginnt mit dieser Epoche. In diesem Buch werden detailliert Beispiele der Entwicklung von Formen und Typen des Siegelwesens, mit den verschiedenen Siegel-Gattungen und ihre  [...]



Friedrich Wilhelms I. Kolonisationswerk in Litauen, vornehmlich die Salzburger Kolonie

Trostlos muss der Zustand Litauens während und nach der Pest gewesen sein. Manche Schilderung, so grausig sie auch klingt, mag noch hinter der Wahrheit zurückbleiben. Der Historiker berechnet den Verlust auf 80.000 Seelen, andere geben sogar eine Summe von 200.000 Opfern in ganz Ostpreussen an; im Hauptamt Insterburg allein 66.000, im Amt Ragnit 28.000. Lucanus und Schubert hingegen nennen andere Zahlen. Zur Wiederaufrichtung des menschenleeren Landes wurde beschlossen zu kolonisieren. Anfangs hieß jeder Ansiedler, der “wüste Stellen” übernahm, im Volksmund und den Behörden gegenüber “Kolonist”. Auch  [...]



Bauwesen und Geschichte der Burgen innerhalb des Deutschen Sprachgebiet

Im Mittelalter wurde eine Burg auch häufig als “Veste, Haus oder Schloss” bezeichnet. Unter einer Burg im engeren Sinne hatte man zunächst hauptsächlich den mittelalterlichen befestigten Einzelwohnsitz eines Grundherrn zu verstehen. Die Befestigung einer Burg war stets zugleich eine natürliche und eine künstliche. Die erstere bestand entweder darin, dass der Burgplatz höher lag als die nächste Umgebung – mit steil abfallenden Wänden, oder darin, dass sie von Wasser umgeben war….