Biografien

Kurfürst und Erzkanzler des Reiches Philipp Karl von Eltz

Am 30.1.1729 verstarb in seiner Mainzer Residenz Lothar Franz von Schönborn, Kurfürst-Erzbischof von Mainz und Bischof von Bamberg, neben seinem Onkel Johann Philipp der zweite bedeutende Reichserzkanzler aus einem Geschlecht, das für fast drei Generationen das Bild der “Germania sacra” entscheidend bestimmte. Sein Tod ließ das unangefochtene Recht des Domkapitels zur Wahl eines Nachfolgers auf dem Mainzer Erzstuhl nicht in Kraft treten, hatte das Kapitel doch bereits im Oktober 1710 dem Verstorbenen mit dem Pfalzgrafen Franz Ludwig aus der Neuburger Linie einen Koadjutor zur Seite  [...]



Das Leben des Feldmarschalls Grafen Yorck von Wartenburg

Die Tradition der Familie nennt England als die heimat der Yorks. Dort blühe das Geschlecht in den Earls von Hardwicke, wenn auch nichts als das Wappen die alte Verwandtschaft bezeugt. (Blaues Andreaskreuz im silbernen Schilde) Als Katholiken und treue Anhänger der Stuarts seien sie bei deren erstem Sturz ausgewandert gen Schweden und unter Karl XII. an die preussische Ostseeküste gekommen. Eine Heirat war der Anlass zum Wechsel der Religion. Daher stammt wohl der Anteil des Gutes Gustkowski bei Bütow, nach dem sich Yorcks Großvater Johannes  [...]



Schlesische Landsleute

Ein Gedenkbuch hervorragender, in Schlesien geborener Männer und Frauen aus der Zeit von 1180 bis in die Gegewart mit einem kurzen Abriss der Geschichte Schlesiens.



Margarethe von Parma Statthalterin der Niederlande

Etwas südlich von Gent liegt der Ort Oudenaarde, bekannt durch den Sieg, den hier 1708 Marlborough und Prinz Eugen über die Franzosen errangen. Wahrzeichen ein mächtiges Schloss, das 1385 von Philipp dem Kühnen erbaut wurde. Kaiser Karl V. hatte hier begleitet von seinem Hofe und seinen Ministern im Krieg gegen die Franzosen sein Hauptquartier aufgeschlagen. So bedeutungsvoll sein Aufenthalt auch in politischer Hinsicht war, so fand er doch Muße eine Liebelei zu beginnen. Es heißt, hier erfasste ihn zum erstenmal die Leidenschaft für ein Weib.  [...]



Die Urkunden der Grafen de Lagardie in der Universitätsbibliothek zu Dorpat

Pontus de Lagardie, einem Adelsgeschlecht des Landes Languedoc entsprossen, war von seinen Eltern ursprünglich für den geistlichen Stand bestimmt worden. Er aber entzog sich dieser Fessel und widmete sich dem Kriegsleben: zuerst in Piemont unter Marschall Brissac, dann ab 1559 in Schottland in französischen Hilfstruppen. Nach dem Frieden von Edinburgh trat Ponus in die Dienste Königs Friedrich II. von Dänemark und nach Abschluss des Friedens zwischen Dänemark und Schweden, trat er in schwedische Dienste. Bereits 1566 wurde er in diplomatischer Mission nach Frankreich entsandt.