Biografien

Herzog Christoph von Mecklenburg

Im Herzogtum Mecklenburg regierten in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts gemeinsam die beiden Brüder Heinrich V. der Friedfertige und Albrecht VII. der Schöne. Heinrich vertrat den Standpunkt, dass die Gemeinschaftsregierung gleichberechtigt aufrecht zu erhalten sei, aber Albrecht forderte eine vollständige Erbteilung des Landes, der Regierung und der Einkünfte. Man fand nach langem Hin und Her einen Mittelweg. Die Brüder teilten im Jahre 1534 Ämter und Einkünfte, so dass man fortan zwischen Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Güstrow unterscheiden musste. Doch das Prinzip der Gemeinschaftsregierung blieb unangetastet.



Nachrichten über das Geschlecht von Raven

Das Geschlecht von Raven stammt eine Chronik sagt, von den Leutitiern in Vorpommern ab. Die Familiennachrichten waren ursprünglich in den Archiven Brandenburgs und Friedlands niedergelgt, gingen aber während des 30-jährigen Krieges verloren. Es scheint, als ob das Ravensche Geschlecht sich unter den Kolonisten befand, die der wieder eingesetzte Wendenfürst Pribislaw um das Jahr 1169 zur Hebung des Landes nach Mecklenburg berief. Eine Urkunde vom Kloster Sonnenkamp vom 28. Juni 1240 erwähnt einen Frater Raven unter den “militibus Christi” den Schwert-Rittern; ein Dokument der Herzoge von  [...]



Helene Herzogin von Orleans eine mecklenburgische Fürstentochter

Der Erbprinz Friedrich Ludwig (1778-1819) von Mecklenburg-Schwerin war in erster Ehe mit Helena Paulowna verheiratet, einer Tochter jenes russischen Kaisers, der bei nicht geringer Häßlichkeit lauter schöne Kinder gezeugt hatte. Dieser Bund währte nur wenige Jahre, da die schöne Großfürstin an der Schwindsucht litt und dahinschied. Zu seiner zweiten Gemahlin hatte der Erbprinz Fürstin Caroline Luise (1786-1816) gewählt, eine Tochter des weimarischen Großherzogs Carl August. Aus dieser Ehe wurde dem Prinzen am 24. Januar 1814 eine Tochter in Ludwigslust geboren, die er in Erinnerung an  [...]



Lebensbild des Freiherrn Heinrich Friedrich Karl vom und zum Stein

Die Herren vom und zum Stein, deren Name zuerst in Urkunden des 11. und 12. Jahrhunderts genannt wird, waren ein reichsfreiherrliches Geschlecht, in Burgmannsverhältnis zu den Grafen von Nassau und beteiligt an deren ritterlichen Stegreifzügen und Heldentaten. Als Mannen des Reiches fochten sie in den Heeren der Kaiser, so zum Beispiel unter Eduard III. von England und unter Karl dem Kühnen von Burgund. So geschah es dass ein Ludwig vom Stein verleumdet wurde, im feindlichen Lager von Koblenz gewesen zu sein. Er wurde deshalb landesflüchtig,  [...]



General Johann Adolph Freiherr von Thielmann

Der Name Thielmann oder Thielemann findet sich häufig in Sachsen. Zum ersten Mal erscheint er dort im Jahre 1285, wo in einer Urkunde ein Domherr Thilmann von Torgau, Propst zu Bautzen genannt wird. Über die Familie ist wenig bekannt. Sie stammt aus altem Bauernstand. Der Pächter des Amtes Zabeltitz bei Großenhain, Johann Gabriel Thielmann (*1682) wurde 1720 in Dresden Kapitän und als solcher 1740 genannt. Ein Sohn von ihm mit dem Namen Johann Friedrich (*31.5.1705) schlug die Beamtenlaufbahn ein und wurde Oberrechnungsrat. Mit ihm wurde  [...]