Die Internetpräsenz “Deutsche Biographie” entstand als Gemeinschaftsprojekt der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und der Bayerischen Staatsbibliothek in den Jahren 2007 bis 2009.
Die Suche gestaltet sich einfach und schnell. Es kann dabei wahlweise nach Namen gesucht werden, Beruf, Geschlecht, Geburtsdatum, Sterbedatum, Freitext. So ergab das Suchwort “Genealoge” direkt 120 Treffer.
Es wurde gefördert durch die DFG. Zur Zeit umfasst es digitale Volltexte von mehr als 90.000 historischen Persönlichkeiten und von mehr als 46.000 historisch-biographischen Artikeln der Allgemeinen Deutschen Biographie (ADB, 56 Bände, 1875-1912) und der Neuen Deutschen Biographie (NDB, online bisher 22 Bände seit 1953) sowie zusätzliche Verlinkungen auf bibliothekarische Ressourcen der Staatsbibliothek und der Deutschen Nationalbibliothek. Read the rest of this entry »
Tags: ADB, Deutsche Biographie, Enzyklopädia, Nachschlagewerk, NDB
Geboren wurde Wilhelm Liesegang als Sohn des Hotelbesitzers Emil Liesegang (1858-1929) und dessen Gattin Charlotte Pabst aus Lipprechterode (1870-1944) Dessen Vater Wilhelm Eduard (1810-1880) Schneidermeister in Ilfeld, war der Bruder meines Ur Ur Ur Ur-Großvaters Friedrich August Liesegang, Gärtner in Ileld.
Wilhelm Liesegang hatte drei weitere Geschwister, von denen Walter (1899-1997) das Hotel vom Vater übernahm. Verheiratet war Wilhelm mit Ilse Kommritz (1902-1976) eine Tochter des Bankbeamten Emil Kommritz in Liebstadt (Ostpreussen) und der Elsbeth Stephani. Sein Sohn Dietrich (*1930-1989) war Dipl. Ing., Direktor beim Bundesumweltamt. Die komplette Ahnenreihe ist in der Datenbank nachzulesen.
Nach Abschluß seines Chemiestudiums promovierte Liesegang 1923 zum Dr. phil. und arbeitete dann als Assistent des Gewerbehygienikers und Toxikologen Karl Bernhard Lehmann in Würzburg. Ende 1924 beriefen ihn Max Beninde, der Präsident der 1901 gegründeten Preuß. Landesanstalt für Wasser-, Boden und Lufthygiene in Berlin-Dahlem, und Karl Thumm (1867–1936), der Leiter der Chemie-Abteilung, an diese Behörde, aus der später die Reichsanstalt für Wasser- und Lufthygiene hervorging. Read the rest of this entry »
Tags: Bundesumweltamt, Genealogien, Ilfeld, Liesegang, Netzkater, Stammreihe, Umweltforscher
Die Grafen von Virneburg treten auf im Gebiet des alten Mayengaues. Der erste Graf und das Castell Virneburg sind um das Jahr 1112 sicher bezeugt. Dieses Castell muss aber schon früher bestanden haben, denn um 1052 wird ein “Bern de Uirniburc” genannt.
Ein Graf Hermann hatte die Tochter des Grafen von Nassau und der Elisa von Schaumburg, Gräfin von Nassau geehelicht. Das gab ihm das Anrecht auf das väterliche Erbe seiner Schwiegermutter, die aus dem Hause Isenburg stammte. Dass Hermann darauf bedacht war, keine Schmälerung des Erbes zuzulassen, zeigt eine Urkunde vom Jahre 1217, in der er nachträglich eine von ihm angefochtene Schenkung seiner Schwiegermutter an das Kloster Eberbach bestätigt. Im Jahre 1222 konnte Graf Hermann das Erbgut seiner Gemahlin Lukarde der Grafschaft einverleiben….
Tags: Erzbischof von Köln, Grafen von Virneburg, Isenburg, Schaumburg, Stammfolge
Viktor Emil Freiherr von Gebsattel wurde 1883 in München als erster Sohn des Generals der bayerischen Kavallerie Konstantin von Gebsattel (1854-1932) und dessen Frau Marie, geb. Freiin Karg von Bebenburg (1860–1927) geboren. Er erhielt im katholisch-konservativ geprägten Elternhaus eine strenge Erziehung, die auf eine militärische Karriere hin ausgerichtet war.
Eine dauerhafte Versteifung des Kniegelenks, die aus einem Jagdunfall resultierte, machte eine militärische Verwendung unmöglich, so dass Gebsattel zunächst die Diplomatenlaufbahn anstrebte. Nach dem Abitur studierte er deshalb in Berlin Jura, wandte sich aber rasch der Philosophie zu, da er von Wilhelm Dilthey, einem Hauptvertreter der damals sich entwickelnden und geradezu populär werdenden Lebensphilosophie, stark beeindruckt war.
Studienreisen führten Gebsattel früh nach Paris, wo er von Henri Bergson, dem wichtigsten französischen Lebensphilosophen, beeinflusst wurde. Gebsattel wechselte nach München und promovierte bei Theodor Lipps, wo er die phänomenologische Methode kennenlernte, die für ihn und seine Auffassung von Psychotherapie lebenslang bestimmend sein würde. In München war Gebsattel mit dem Philosophen Max Scheler, der in seinem Denken Phänomenologie und den für Gebsattel stets leitenden Katholizismus vereinigte, eng befreundet. Read the rest of this entry »
Tags: Anthropologische Psychotherapie, Dissertation, Geschichte der Psychiatrie, von Gebsattel, Wissenschaftspublizist
Thelonious Sphere Monk – das war mehr als der Mann mit dem Hut als Markenzeichen. Monk-Fans aller Länder feiern derzeit den 50. Jahrestag seines Durchbruchs: Den Auftritt in der New Yorker Town Hall im Februar 1959. Diesen Umstand könnte man eigentlich als Zeichen sehen. Ein Zufall oder Fügung, dass genau in dem Jahr eine Diplomarbeit von Tobias Lehnen über Thelonious Monk geschrieben wurde?
Diese Frage lässt sich wahrscheinlich genauso wenig klären wie all die Mythen und Theorien die um den Jazzmusiker Monk existieren und seine Faszination ausmachen. Diese Diplomarbeit stellt einen Versuch dar, Licht ins Dunkle um die Person Thelonious Monk zu bringen und den Mythos etwas zu lüften. Im Folgenden finden sich klärende Texte und Erläuterungen zur Person Monk’s, den Recherchen und der Umsetzung seiner Biografie. Das Ergebnis dieser Arbeit spiegelt sich in dem Buch Monk 1917-1982 wieder. Read the rest of this entry »
Tags: Bildende Kunst, Biografie, Jazzmusiker, Musik, Thelonious Monk

