Oberbaurat Georg Liesegang in Frankfurt am Main

Georg Liesegang wurde am 9. Oktober 1855 in Potsdam als erster Sohn des nachmaligen Obersteuerinspektors Wilhelm Liesegang und der Minna Hecker geboren. Nicht lange danach siedelten seine Eltern nach Wittenberge an der Elbe über. Nachdem sein Vater nach Anklam in Pommern versetzt worden war, besuchte Georg das dortige Gymnasium. Von hier ging er mit dem Zeugnis der Reife auf die damalige Gewerbeakademie in Berlin.

Nach Ablegung der ersten Staatsprüfung wurde er am 18. November 1880 zum Bauführer und nach Ablegung der zweiten Staatsprüfung am 21. Februar 1886 zum königlichen Regierungsbaumeister ernannt. Die Bauführerzeit verbrachte er bei der oberschlesischen Eisenbahndirektion in Breslau. Als Baumeister war er lange Jahre bei der Eisenbahndirektion Bromberg tätig, wo er am 20. März 1895 zum Eisenbahn-Bauinspektor ernannt wurde.

Als solcher wurde er am 16. Januar 1896 nach Stettin, am 1. April 1899 nach Weißenfels und am 1. April 1902 nach Köln versetzt. An allen drei Orten war er im Vorstand einer Maschineninspektion. In dieser Amtseigenschaft wurde er am 12. Mai 1904 zum Regierungs- und Baurat ernannt. Am 1. April 1907 wurde er als Mitglied der kgl. Eisenbahndirektion nach Altona und am 1. April 1913 in gleicher Eigenschaft nach Frankfurt am Main versetzt. Nachdem er hier zunächst mit der Wahrnehmung der Geschäfte eines Oberbaurats betraut worden war, erfolgte am 7. April des Jahres seine Ernennung zum kgl. Oberbaurat mit dem Range eines Oberregierungsrates.

Georg hatte noch 6 weitere Geschwister. Er war seit dem 24.1.1901 mit Helene Auguste Julie Knauff aus Berlin verheiratet. Sie war eine Tochter des Gustav Knauff, Rechnungsrat der Reichsbank zu Berlin und dessen Gattin Franziska Sophie Auguste Montzheimer. (Siehe Datenbank)

Quelle: Verbandsblatt der Familie Liesegang, Nr. 3/1913

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