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Neindorf und die Familie von Löhneysen, sowie einige alte Nachrichten über die Fährmühle

Südlich von Wolfenbüttel liegt das Dörfchen Neindorf. Zu den ältesten Zeiten hieß es Nienthorpe, später Neyentorpe, Neuendorff, Newendorff, etc. Die Zeit seiner Entstehung liegt sehr wahrscheinlich weit zurück, jedenfalls in der vorchristlichen Zeit. Die erste geschichtliche Kunde stammt aus dem Jahre 826. Um diese Zeit schenkt ein Graf Thuring seine Güter dem Kloster "Corvey".  Im Jahre 1281 verleiht Herzog Heinrich dem Kloster Marienburg die Advokatie über Niendorpe und andere Ortschaften, welche früher die Grafen von Blankenburg zu Lehen und die Herren von Alvensleben besessen hatten.

Eine Familie Holtnicker in Braunschweig hatte im Jahre 1340 den Zehnten von Neindorf und der Knappe Wulf von Neindorf schenkte 1363 dem Kloster Riddagshausen anderthalb Hufen Landes. Gegen Ende des 14. Jahrhunderts kam Neindorf in den Besitz der Asseburger. Berend von der Asseburg bekennt 1445 in einem Schreiben, dass er den Dechant und das Kapitel auf dem Cyriacusberg in Braunschweig vor den gemeinen Bauern des Dorfes durch seinen Schreiber Gottfried von Wunstorf wieder in den ruhigen Besitz von zwei Hufen Landes in Neindorf habe setzen lassen.

Die Familie von Löhneysen gehört dem oberpfälzischen Uradel an. Sie waren sesshaft in Witzlasreuth und mit den alten Adelsgeschlechtern von Wurmb, Frankenberg etc. verschwägert und verwandt……

Quelle:

Eickenroth, Hermann (Lehrer in Neindorf) Titel: Neindorf und die Familie von Löhneysen, sowie einige alte Nachrichten über die Fährmühle / zsgest. und bearb. aus den Schriften des Archivs der Familie von Löhneysen, sowie aus Kirchen-, Pfarr- und Schulakten. Zur Verfügung gestellt durch die Digitale Bibliothek Braunschweig. Wolfenbüttel: Heckner 1901 (Download)

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