Lebenslauf des Generalfeldmarschalls Dubislav Gneomar von Natzmer

Natzmer (1654-1739) stammte aus einer Familie des pommerschen Uradels kaschubischer Herkunft, erstmals urkundlich erwähnt um 1202 . Er war der Sohn des Landrats in Schlawe, Joachim Heinrich von Natzmer (+1670) und dessen Ehefrau Barbara geborene von Weyer.

Dubislav trat als junger Knabe in holländische und erst 1677 in kurbrandenburgische Dienste als Leutnant. Und so nahm er an der Belagerung von Stettin und bei Kämpfen gegen Schweden teil, zeitweise als Adjutant Georg von Derfflingers. 1680 wurde er Stabshauptmann und kämpfte 1686 mit Auszeichnung gegen die Türken. Nach dem Krieg ernannte ihn der Große Kurfürst zum Generaladjutanten.

Natzmer war zweimal verheiratet, in erster Ehe mit Sophie von Wreech und in zweiter mit Charlotte Justine von Gersdorff, verwitwete Gräfin von Zinzendorff (+ 1763), von der er zwei Söhne hatte: Carl Dubislav (+ 1737) und Heinrich Ernst (+ 1739). Beide waren unvermählt und starben noch vor dem Vater, so dass die pommersche Linie derer von Natzmer erlosch. Die Familie hatte sich jedoch ausgebreitet und kam in die Mark, nach Sachsen und Schlesien, wo sie mehrere Güter besaß. 1806 dienten zehn Natzmers in der preußischen Armee in hohen Stellungen.

Quelle:

Memoiren des Freiherrn Dubislav Gneomar von Natzmer, Königl. Preussischer Feldmarschall, mit einem Lebenslauf von ihm selbst erstellt: Eufemia Gräfin von Adlersfeld-Ballestrem, Verlag von Theobald Grieben, Berlin 1881 (Download)

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