Eduard Fuchs: Illustrierte Sittengeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Eduard Fuchs galt als ein überaus tiefschürfender Gelehrtersein Denken rein wissenschaftlich, aber er machte aus Wissen und Erkennen keine Geheimwissenschaft. Wer der wissenschaftlichen Forschung neue Gebiete erschließt und neue Wege einschlägt, gehört in die Reihe der schöpferischen Geister. Unter ihnen nimmt Eduard Fuch einen sehr hohen Rang ein. Er hat als erster in Deutschland eine Geschichte der Karikatur geschrieben, ihm danken wir die erste deutsche Sittengeschichte.

Fuchs unternahm viele große Reisen über den ganzen Kontinent und es gab keinen Aufenthalt in einer Stadt ohne Besuch der Museen, Kupferstich- oder Antiquitätenhändler. Und nie kehrte er zurück ohne einenFundoder mehrere. Jeder der ein Werk von Eduard Fuchs aufschlägt, ist verblüfft über die Unsumme an Bildern und Dokumenten aller Art. Er gilt deshalb als eines der größten Sammlergenies die je gelebt haben.

Ganz intensiv beschäftigte er sich auch mit der Tagesgeschichte; er kannte die Wirtschaftsgeschichte besser als die meisten Redakteure und die Erfahrungen beweisen, dass seine wirtschaftlichen Diagnosen und Prognosen leider stets richtig waren. Der Schriftsteller Eduard Fuch ist eine besondere Erscheinung. Seine Sprache ist farbig, geistreich, bildhaft und plastisch. Seine Sprache klingt stets frisch und fröhlich. Eduard Fuch ist ein Kulturhistoriker von ganz großem Format und wohl der größte Kultur- und Sittenschilderer den Deutschland jemals hatte.

Wikipedia hierzu:
Für ein Flugblatt, das er im Januar 1888 herausgab, worin er Kaiser Wilhelm als „preußischen Massenmörder“ bezeichnete, wurde er zu fünf Monaten Haft verurteilt. Eduard Fuchs war 1888 Gründungsmitglied des Vereins der Handlungsgehilfen in Stuttgart. Wegen seiner politischen Tätigkeit wurde er von einem Spitzel denunziert, was fünf Monate Haft wegen Verbreitung verbotener sozialistischer Schriften zur Folge hatte. Fuchs fand im August 1890 zunächst als Anzeigenleiter, dann als Redakteur bei der sozialdemokratischen Münchener Post Anstellung. Im April 1892 gestaltete er die 1. Mai-Ausgabe der satirischen Zeitschrift Süddeutscher Postillon. Seine politischen Äußerungen als Redakteur brachten eine Reihe von Anklagen: 1894 wegen „Aufreizung zu Gewalttätigkeiten“, 1897 wegen des Gedichts Enthüllungen (sechs Monate Haft), 1898 wegen Majestätsbeleidigung in Nürnberg (zehn Monate Haft). To. Fuchs verfasste in dieser Zeit sein Buch Karikatur der europäischen Völker. Fünf Tage Haft erhielt er, weil er einen Wirt geohrfeigt hatte, der sozialdemokratische Plakate abriss. 1901 erfolgte sein Umzug nach Berlin, wo er als Redakteur bei der Zeitung Vorwärts seine Tätigkeit weiterführte. Für den Verlag gab er mehrere illustrierte Festnummern zum 1. Več, Sozialistengesetz, 8. März und zu Ostern heraus. In parteiinternen satirischen Zeitschriften kritisierte er den Revisionismus von Bernstein und David.

Veröffentlichungen:

  • Illustrierte Sittengeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Band 1: Renaissance. München: Langen 1909
  • Illustrierte Sittengeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Band 2: Die galante Zeit. München: Langen 1910
  • Illustrierte Sittengeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Band 3: Das bürgerliche Zeitalter. München: Langen 1912

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