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Hieronymus von der Osten

wappen-von-der-ostenHieronymus von der Osten war 1612 auf Ahrenshagen geboren worden. Nachdem er zu Hause unterrichtet worden war, schickte ihn der Vater Reimar Wedige von der Osten zusammen mit einem Hofmeister erst auf die Universität Wittenberg und später nach Leipzig, Jena und Gröningen.

Nach dem Studium bereiste Hieronymus ausgiebig die Niederlande und die spanischen Provinzen und Armeen, war bei Belagerungen und Feldzügen dabei. Sein Vater rief ihn zurück, weil er nicht wollte, dass er noch länger im Krieg blieb.

Hierzu sollte er nach Darmstadt kommen um mit Landgraf Friedrich zu Hessen, dem Bruder des regierenden Herrn, eine Reise nach nach Frankreich zu unternehmen, aber Hieronymus kam zu spät und der Landgraf war schon weg. So blieb er eine geraume Zeit in Frankfurt, dann ging er nach Marburg, wo er dem Landgrafen Johann von Hessen-Darmstadt aufwartete.

Als dieser eine Reise nach Ostfriesland unternahm, wo man auch zu Delmenhorst bei Graf Christian bewirtet wurde, trat er 1635 bei diesem als Rat und Kammerjunker in Dienste, um mit ihm auf Reisen zu gehen. Am 10.10.1638 als er noch Kammerjunker war, heiratete er Maria Sibylle von Bülow, damals gräflich oldenburgische Kammerjungfer aus dem Hause Gudow. Die Hochzeit fand auf Schloss Delmenhorst statt in Gegenwart vieler vornehmer Fürsten.

1641 zog er nach Frankreich und Italien und erlernte dort Frendsprachen. Nach seiner Rückkehr erhielt er von Graf Christian die Ratsbestallung und die Direktion des Hofes übertragen. Nach dem Tod des Grafen wurde er Rat und Drost des Grafen Anton Günther zu Oldenburg.

Seine Ehe dauerte 21 Jahre und er war Vater von insgesamt 4 Söhnen und 7 Töchtern. Hieronymus war ein wohltätiger Mann und so vermachte er dem Armen- und Gasthaus in Delmenhorst ein Legat, wovon die Zinsen schon seit einigen Jahren gezahlt wurden. Auch die Schule und Kirche bedachte er.

Kurz vor Ostern wollte er mit gräflicher Erlaubnis in eigenen Angelegenheiten eine Reise zum Makrgrafen von Brandenburg machen. Er begab sich am 27.5. zu diesem. Der Markgraf war vor Nienburg bei seiner Flotte und empfing dort Hieronymus. Am Morgen des 29.5. wurde er hier auf seinem Bett tot aufgefunden. Er war am Abend noch frisch und gesund gewesen. Ausführliche Informationen findet ihr in der Datenbank.

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Quellen und Literatur:

  • Von der Osten, ein pommersches Geschlecht im Wandel der Zeiten, Hans Wätjen, (Georg Westermann, Braunschweig, 1960), 90
  • Europäische Stammtafeln Band XX Brandenburg und Preußen 2, Tafeln 51 – 87, Author: Detlev Schwennicke, Publication: 2002
  • Auswertung der Leichenpredigten von Fritz Roth Nr. 4526, Boppard 1959
  • Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon. Bd. 7, Friedrich Voigt, Leipzig 1867, S. 5–8
  • Weltzien: Die von der Osten in Mecklenburg von 1303 bis 1788. In: Familien aus Mecklenburg u. Vorpomm. 2, 1991, S. 173–192
  • Weltzien: Die Grafen von der Osten genannt Sacken und von Hessenstein auf Bellin. In: Familien aus Mecklenburg u. Vorpomm. 3, 1992, S. 149–150
  • Leopold von Zedlitz-Neukirch: Neues preussisches Adelslexicon. Bd. 3, Gebrüder Reichenbach, Leipzig 1837, S. 485–487

Download:

Geschichte der polnischen Zweige der Familie von der Osten-Sacken, Herausgegeben von Michael v. d. Osten-Sacken, beginnend mit einer Einführung, den Wappen (siehe großes Wappen) den Regesten, dem Stammbaum ab Wedige ab Osta (1524-1594) verheiratet 1. mit Anna von Massow, 2. Sophie von Flemming-Böck.

Historie und Ahnentafeln siehe unter: Materialien zur Oeselschen Adelsgeschichte

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