Helene Herzogin von Orleans eine mecklenburgische Fürstentochter

Der Erbprinz Friedrich Ludwig (1778-1819) von Mecklenburg-Schwerin war in erster Ehe mit Helena Paulowna verheiratet, einer Tochter jenes russischen Kaisers, der bei nicht geringer Häßlichkeit lauter schöne Kinder gezeugt hatte. Dieser Bund währte nur wenige Jahre, da die schöne Großfürstin an der Schwindsucht litt und dahinschied. Zu seiner zweiten Gemahlin hatte der Erbprinz Fürstin Caroline Luise (1786-1816) gewählt, eine Tochter des weimarischen Großherzogs Carl August. Aus dieser Ehe wurde dem Prinzen am 24. Januar 1814 eine Tochter in Ludwigslust geboren, die er in Erinnerung an seine 1. Gemahlin, auf den Namen Helene taufen ließ und die durch ihre Heirat mit dem Kronprinzen von Frankreich, dem Herzog von Orleans, die Blicke der Welt auf sich lenkte.

Als Helene gerade das zweite Lebensjahr erreichte, starb ihre Mutter Caroline. Der jetzt zum Großherzog gewordene Vater der aus beiden Ehen je zwei Kinder hatte sah ein, dass er dringend nach einer Hausfrau Ausschau halten musste. Seine Wahl fiel auf Prinzessin Auguste von Hessen-Homburg, die damit zur Stiefmutter für Helene wurde – eine treue, sorgsame und liebende Mutter. Als hätte der Großherzog es geahnt, starb er bald darauf. Auguste setzte nun ihr ganzes Geschick ein und bot den Kindern ein behütetes und glückliches Zuhause und sie sorgte für deren beste Erziehung. Helenes Lehrer wurde kein Geringerer als Heinrich Schubert.

Am 30. Mai 1837 heiratete Prinzessin Helene Luise auf Château de Fontainebleau in Fontainebleau den Thronfolger Ferdinand Philippe d’Orléans, duc de Chartres (1810–1842), ältester Sohn des letzten französischen Königs Louis Philippe und dessen Gattin Prinzessin Maria Amalia von Neapel-Sizilien. Aus der gemeinsamen Ehe gingen zwei Söhne hervor:

Louis Philippe Albert (1838–1894), comte de Paris ∞ 1864 Prinzessin Maria Isabella d’Orléans-Montpensier (1848–1919)
Robert Philippe Louis Eugène Ferdinand (1840–1910), duc de Chartres ∞ 1863 Prinzessin Françoise d’Orléans (1844–1925)

Diese sehr persönliche und ausführliche Lebensgeschichte steht als Download zur Verfügung.

Quelle:

Brunier Ludwig: Eine Mecklenburgische Furstentochter: (Helene, Herzogin von Orleans) mit dem Portrait der Herzogin, Hinricus Fischer Verlagsbuchhandlung; Norden 1884

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