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Sammlung rhätischer Geschlechter oder genealogische Darstellung verschiedener Familien aus Graubünden

Bei diesem Werk handelt es sich um gesammelte Darstellungen verschiedener Familien Graubündens, deren ehemalige Wohnsitze (heute in großer Anzahl als Ruinen) an diese Zeit erinnern. 

Einige dieser früheren Burgen sind die Wiege mehrerer im Ausland blühener Fürsten-, Grafen- und Herrengeschlechter. Da hätten wir das Geschlecht der Albertini, die im Oberengadin der Stadt Chur und im Rheinwald begütert waren.  Die Familie Bavier (auch Pavier, Bawier) lebten in der Stadt Chur im Jahre 1527 genannt. Sie stammten wahrscheinlich aus Bologna, wo es den Leibarzt Johannes Baviera gab. der als Professor 1480 starb. Das Geschlecht in Chur wurde durch Kaiser Rudolph II. am 10. März 1610 in den Reichsadelsstand erhoben.

Die Beeli von Belfort waren ein altes Bündnergeschlecht aus Davos stammend, als dessen Stammeltern ein Ulrich Beeli von Belfort und Gemahlin Elisabeth von Castelmur 1483 genannt werden. Ein Mitglied der Familie von Blumenthal, der als Ritter des heiligen Grabes in Jerusalem war wird zuerst im Jahre 1329 urkundlich erwähnt. Ein Zweig dieser Familie ist seit ungefähr 150 Jahren in der Provinz Sachsen begütert und wurde in den Grafenstand erhoben.

Die von Buol sind eines der ältesten adligen Bündnergeschlechter. Deren gemeinschaftlicher Stammvater sämtlicher Linien ist ein Ulrich von Buolen; derselbe kam 1298 mit anderen Edeln nach Graubünden, aus Böhmen stammend. Kaspar Carl von Hohenbalken, geb. 1771 war Domherr zu Chur und 1843 Bischof. Hier gibt es keine Unterlagen zur Darstellung der Familie. Auch die von Castelberg, ein sehr altes Geschlecht werden bereits mit Wilhelm und Hertwig 1390 urkundlich erwähnt. Die Familie von Cleric stammt aus dem Geschlecht der Markgrafen oder Pfalzgrafen de Clericis von Lomagio zu Como. Ein Mitglied der Familie wurde von Kaiser Karl IV. für geleistete treue Dienste zum Pfalzgrafen erhoben mit Datum vom 8. Oktober 1358. Die Erteilung des Adelsbriefes erfolgte ebenfalls von kaiser Karl IV. am 28. Februar 1369, bestätigt von Kaiser Karl V. in Augsburg am 11. Juli 1548.

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Die Familie von Donats stammt aus Schlesien und der erste der sich in Bünden 1556 niederließ, war ein Offizier in österreichischen Kriegsdiensten. Die Flugi von Aspermont sind ein altadeliges Geschlecht Graubündens, dessen Ahnherr im 13. Jahrhundert aus Bayern nach dem Engadin kam. Die Familie Flugi soll nach urkundlichen Angaben von dem uralten Geschlecht derer von Pflug abstammen, das aus Böhmen kam und dessen Ursprung bis ins 7. Jahrhundert verfolgt werden kann. Um die Mitte des 14. Jahrhunderts verschwanden die Aspermont aus Rätien. Um 1350 verkauften die Brüder Ulrich und Eberhard die Burg an Ritter Rudolf von Rankweil aus Feldkirch. 1376 verschenkte Ulrich XI. von Aspermont, wohl der Letzte des Geschlechts, das Bergräbnisrecht in der Kirche von Chur an die Herren von Greifensee.

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Die Familie Engelberg von Moos, ist benannt nach dem Stammvater Hans Theobald von Moos, genannt der Engelberger. Der Stammvater des Geschlechts von Jenatsch ist ein Georg v. Jenatsch, von Samada im Oberengadin bebürtig. In den Adelsstand erhoben wurde diese Familie im Jahre 1634. Zum altrhätischen Adel zählt auch die Familie von Mohr. Hier wird zuerst ein Johann Mohr (Maurus) als Prokurator Rhätiä unter Kaiser Ludwig dem Frommen 830 genannt. Die Filiation beginnt mit Werner, der um 1260 lebte. Dessen Sohn Johann Conrad, Vogt der Grafen von Mätsch auf Schloss Steinsberg, war vermählt mit Anastasia von Juvalta, die auch in diesem Buch Erwähnung finden. Einer der Söhne nennt sich in Urkunden auch kurzweg von Steinsberg. Verwandtschaftlich verbunden waren sie unter anderem mit den von Planta (einem der ältesten Geschlechter Bündens, mit dessen Ahnherr Pompejus Planta) sowie die  von Travers und von Lombris.

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Erwähnt werden muss auch die Familie von Ott. Als Ahnherr dieser Familie wird Jakob ab Ott angeführt, der vom Kaiser Sigismund 1418 geadelt wurde. Die Familie war begütert in Grüsch und Schiersch. Die Brüder Nikolaus Donat und Julius Pestalozza wurden von Kaiser Mathias 1615 in den Reichsadel aufgenommen. Gubert von Pestalozza (Pestalozzi) war 1715 Ratsherr und vermählt mit Regina Konstanzia Engelberg von Moos. Ein weiteres Geschlecht in dieser Region sind die von Salis, ein in zehn verschiedenen Häusern blühendes altes Geschlecht. Als erster sicher beurkundeter Angehöriger des Adelsgeschlechts erscheint in Soglio ser Rodolfus de Salice de Soli, der in den Jahren 1285–1293 urkundlich erwähnt ist und im Frühjahr 1300 verstorben war. Er war vermutlich ein Nachkomme der seit 1202 nachweisbaren patrizischen Familie Salici zu Como.

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Die adelige Familie von Schwartz lebte bereits seit mehr als 250 Jahren in Chur als sie am 2. September 1685 von Kaiser Leopold I. in den deutschen Reichsadel aufgenommen wurde. Zu erwähnen ist noch Georg, Graf und Herr von Toggenburg, geboren 1766 und ehemals Landrichter des oberen Bundes, Ritter des goldenen Sporns und des päbstlichen Sylvesterordens, Besitzer des Schlosses von Sargans…

Quelle:

Verlag Hitz: Sammlung rhätischer Geschlechter, Teil 1, Chur 1847 





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