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Geschichte des Fernbesitzes der Abtei Prüm unter anderem in den heutigen Niederlanden und der Picardie

Die Abtei Prüm wurde am 23.6.721 von Bertrada und ihrem Sohn Charibert, der später als Graf von Laon bezeugt ist, auf deren Besitzungen an der Prüm gegründet. Ursprüngliche Patrone des Klosters waren Maria, Petrus und Paulus, Johannes und der fränkische Reichsheilige Martin.

Verschiedene Anzeichen deuten auf Echternacher Einfluss bei der Gründung. Über 30 Jahre hörte man nichts mehr von diesem Eigenkloster, bis ihm Pippin 752 Fischereien im Moselgau schenkte. In dieser Urkunde wird gesagt, dass er das Kloster neu errichtet habe. Am 13. August 762 treten König Pippin und seine Gemahlin als Wohltäter der Abtei hervor, die nun unter dem Salvator als Hauptpatrozinium steht.

Über die Herkunft der älteren Bertrada besteht eine Kontroverse. Die jüngere Bertrada war die Tochter des Grafen Charibert. Sie und König Pippin hatten beide durch ihre Väter allodialen Besitz unter anderem in Prüm. Die ersten Mönche des Klosters stammten aus Westfranzien bzw. aus dem Kloster St. Faron in Meaux.

Durch reiche Schenkungen glich der Frankenkönig seine Abtei den älteren Königsabteien an. Die Orte Rommersheim, Mehring, Schweich, Mötsch, Sarresdorf, Wetteldorf, Birresborn und Rheinbach, sowie die Zellen Altrip mit zugehörigen Villen und Appendizien, Kesseling und Revin an der Maas bildeten die Basis für die weitere Prümer Besitzentwicklung….

Quelle:

Knichel, Martina: Geschichte des Fernbesitzes der Abtei Prüm in den heutigen Niederlanden, in der Picardie, in Revin, Fumay und Fépin sowie in Awans und Loncin, Serie: Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte, Mainz 1987 (Download)

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