Bilder aus der Vergangenheit des Dynastengeschlechtes Castell

Die Urahnen des Geschlechts:

Friderich de Castel wohnte im Jahre 1058 bei Bamberg. Rupreth de Castello bezeugte am 10. August 1091 einen Gütertausch zwischen dem Bischof zu Würzburg und zwei Brüdern Richizo und Winither.

Rubbraht de Castele stand in der Zeugenreihe unmittelbar hinter den Grafen, an der Spitze der übrigen vornehmen Herren. Rupertus de Castele war neben anderen Zeuge, als Kaiser Friedrich Barbarossa am 23. Mai 1165 einen Streit über das Staffelsteiner Marktrecht entschied.

Robertus de Castele steht in der Zeugenreihe einer Urkunde Friedrich Barbarossas vom Juli 1168 unmittelbar nach dem Burggrafen zu Nürnberg.

Der Landbesitz der Castelle in den ältesten Zeiten war sehr umfangreich, das bezeugt ihr Lehnhof, dessen Bestandteile über ganz Ostfranken verstreut waren. Rupert stand in Diensten beim Hohenstaufen König Philipp und weilte oft an seinem Hoflager und erhielt zu Anfang des 13. Jahrhunderts die Grafenwürde.

Vom Jahre 1223 geht die ununterbrochene beglaubigte Stammreihe der Grafen zu Castell bis in unsere Tage. Im Jahre 1398 wurde den Grafen das Münzrecht verliehen und im Jahre 1457 wurde die Grafschaft Castell Lehen des Hochstifts Würzburg.

Aus dem Inhalt:

Reformation (1524-1584)
Graf Konrad II. (1540-1577)
Graf Heinrich IV. (1555-1595)
Die Wertheimsche Erbschaft und das Hausgrundgesetz (1518-1564)
Graf Georg II. und seine Söhne (1555-1605)
Höfisches Leben im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert
Graf Wolfgang Georg I. (1610-1668)
Graf Lips zu Rüdenhausen und die Seinen (1653-1721)
Graf Wolfgang Dietrich (1641-1709)
Graf Friedrich Magnus zu Castell-Remlingen und die Seinen (1646-1755)
Graf Johann Friedrich zu Rüdenhausen (1675-1749)
Graf Wolfgang Georg II. (1694-1735)
Der letzte Alt-Castell-Rüdenhausen (1746-1803)
Graf Gottlieb und das Rantzausche Erbe (1679-1762)
Graf Lutz, der Pietist (1707-1772)
Gräfin Charlotte Henriette (1729-1797)
Christiane Castell, die Mutter des Dichterpaares Stolberg (1722-1773)
Das Geschlecht wird 1901 in den erblichen bayrischen Fürstenstand erhoben.

Quelle:

Sperl, August: Castell : Bilder aus der Vergangenheit eines deutschen Dynastengeschlechtes, Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt, 1908 (Mit den Stammtafeln und einem Personenverzeichnis)

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