Herkunft und vollständige Geschichte des pommerschen Geschlechts von der Osten

Der Bibliothekar des Herold, Professor M. Hildebrandt machte seinerzeit folgende Aussage:

Mit dem Geschlecht von der Osten muss es eine ganz besondere Bewandtnis haben, schon viele bedeutende Genealogen und Heraldiker haben sich über die geschichtliche Vergangenheit und das Wappen derer von der Osten den Kopf zerbrochen, ohne auch nur annähernd der Sache auf den Grund gekommen zu sein. Nur ein Osten kann hier Klarheit schaffen

Die von Osten erscheinen im slavischen Ostseegebiet urkundlich zuerst im Jahre 1243 und zwar im Herzogtum Pommern-Stettin. Hier begegnen uns die Ritter Hermannus de Ost zu Stettin in Fridericus de Woldenburgder 1248 zu Pyritz Fridericus de Osten miles dictus de Woldenburg genannt wird und urkundlich in Stargard als Zeuge des Herzogs Barnim I. Ersterer kommt 1249 als Zeuge des Bischofs Wilhelm von Cammin, Letzterer 1253 in Stargard als Zeuge bei Herzog Barnim I. vor.

Nur wenige Jahre nach 1243 erscheinen auch im Herzogtum Pommern-Demmin zwei Brüder Osten, nämlich 1245 Olricus de Osten als Zeuge bei Herzog Wartislaw III. in 1249 in Eldena Ritter dominus Fredericus de Ost als Schiedsrichter bei einem Grenzstreit des bei Greifswald neu errichteten Klosters Eldena mit den Grafen Gützkow.

Ob ein Verwandtschaftsverhältnis zwischen den Demminer und Stettiner Osten´s bestanden hat, lässt sich urkundlich nicht nachweisen, aber der bei beiden vorkommende Vorname Friedrich lässt solches vermuten.

Im Fürstentum Rügen erscheint zuerst Johannes Odt de Damnitz, der deshalb als Stammvater der späteren rügenschen Osten anzusehen ist. Johannes urkundet 1248 zusammen mit den Brüdern Hinricus und Bertoldus de Ost. Ausser obigem Johannes de Ost kommt bereits 1253 das Brüderpaar Eggehardus und Arnoldus de Osten als Zeugen des Fürsten Jaromar von Rügen vor.

Da schon allein das Vorhandensein zweier Brüder nach genealogischer Regel zu der Annahme berechtigt, dass das Geschlecht sich bereits in der 2. Generation in den betreffenden Lande befindet, daraus ergibt sich, dass sämtliche 4 Gruppen in Pommern-Stettin, Pommern-Demmin, Stralsund und Loitz bereits in 2. Generation gelebt haben.

 

Tisti, ki:

  1. Armin und Gerhard v. d. Osten: Herkunft des uradeligen, Schloß-und Burggesessenen, pommerschen Geschlechts von der Osten: eine genealogische-heraldische Studie, Blankenburg: Verlag Fritz Hoefer, 1912
  2. Grotefend, Karl Otto (1873-1945) : Geschichte des Geschlechts v. d. Osten : Urkundenbuch. Bd. 1, 1200-1400, Leipzig: Verlegt bei H. A. Ludwig Degener, 1914
  3. Grotefend, Karl Otto (1873-1945) : Geschichte des Geschlechts v. d. Osten : Urkundenbuch. Bd. 2, 1401-1500, Stettin: Herrcke & Lebeling, 1923

WebLink:

Geschichte des Hieronymus von der Osten
Familiengeschichte des polnischen Zweiges von Osten genannt Sacken mit Stammbaum, Wappen und Beschreibung der Besitzungen

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