Franz Schwede-Coburg: Ein Lebensbild des Gauleiters und Oberpräsidenten von Pommern

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Franz Reinhold Schwede * 5. März 1888 in Drawöhnen im Kreis Memel, Ostpreußen; +19. Oktober 1960 in Coburg, war ein nationalsozialistischer Politiker und wurde in Coburg am 28. August 1930 als erster Parteigenosse Bürgermeister einer kreisfreien Stadt. Von 1934 bis 1945 war er Gauleiter der NSDAP in Pommern.

Schwede verhinderte am Ende des Zweiten Weltkrieges eine rechtzeitige und geordnete Flucht der Zivilbevölkerung in Pommern vor der heranstürmenden Roten Armee, setzte sich aber selbst rechtzeitig mit einem Schiff von Saßnitz am 4. Mai in Richtung Schleswig-Holstein ab, wo er am 13. Mai 1945 in englische Kriegsgefangenschaft kam und bis 1947 interniert wurde.

Nach einer ersten Verurteilung durch eine Spruchkammer wegen Zugehörigkeit zum NS-Führerkorps zu neun Jahren Gefängnis am 25. November 1948 in Bielefeld wurde er durch ein Urteil vom 7. April 1951 in Coburg wegen 52-facher Körperverletzung in Tateinheit mit versuchter Nötigung im Amt während des Terrors im Jahr 1933 zur Höchststrafe von zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Am 24. Januar 1956 wurde die Reststrafe zur Bewährung ausgesetzt, 1960 starb Franz Schwede in Coburg im Alter von 72 Jahren.

Schriften der Hochschule für Politik, herausgegeben von Paul Meier-Benneckenstein, Heft 2: Die Führerpersönlichkeiten des Nationalsozialismus. Verlag Junker und Dünnhaupt, Berlin 1939 (Download)

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