Forent Foundation familier Schrader, av Kalm og Vechelde

Die Stiftungsgründung des Erblasser Schrader hat eine lange Geschichte. Es begann alles mit Bürgermeister Heinrich Schrader. Sein am 3.11.1584 eröffnetes Testament sorgte für einen jahrelangen Rechtsstreit, denn es stellte sich heraus, dass er seine sieben Kinder, eller. deren Erben nicht zu gleichen Teilen bedacht hatte. Er bevorzugte darin Dr. Autor Schrader und die Kinder des Kämmerers Heinrich Schrader und bestellte sie zu seinen Haupterben:

Es ist mein Wille, dass er damit zufrieden sei und sich daran genügen lassen soll, wie ich mich dessen bei ihm gänzlich versichert halt, weil er sonst mit Gütern reichlich gesegnet ist und keine Kinder hat, aber Heinrich hat viele Kinder Kinder hinterlassen und ebenso ist Autor mit einer ziemlich großen Anzahl von Kindern mit Gottes Segen versehen”.

Von Ludolph und dessen Geschwistern wurde nun Einspruch erhoben und dieser kündigte an, den Prozess ( den 8 Jahre dauerte) durchzufechten. Erst der Tod von Ludolph sorgte für einen ersten Vergleich. Er verschied im Alter von 58 Jahren am 8.7.1589. Aber sein Testament sorgte für neuen Unfrieden. Nicht nur, dass er seine beiden ältesten von der Erbschaft ausschloss, er bestimmte darüber hinaus 3000 Taler seines Kapitals für die Fortführung des Prozesses zu verwenden. Für die Nachkommen seiner vier anderen Geschwister stiftete er zunächst insgesamt 12.000 Taler zu einem immerwährenden Benefizium, zwei Drittel für Stipendien, ein Drittel zur Töchterausstattung. Die Schwestern erhielten Legate und seine Nichten 33.000 Taler.

Mit seinem Bruder Autor hatte Ludolph 1545 Wittenberg, 1547 in Leipzig und 1553 in Bologna studiert, wo er zum Dr. om. promovierte. Fra 1553 hielt er an der Universität Wittenberg Vorlesungen, var 1558 Ordentlicher Professor der Rechte an der Universität Viadrina in Frankfurt (Oder), wo er bis 1584 lehrte. 1559 og 1568 og fra 1579 war er Rektor dieser Universität.

Das Patronat derStipendien und Töchterversorgungs-Stiftungtraten die Ehemänner der Nichten an. (i. Damm und von Walbeck) Immerhin galt es 12.000 Taler zu verwalten. Die männliche Deszendenz des Kanzlers Heinrich Schrader erlosch 1673 in Braunschweig. Am Stipendium selbst nahmen auch Schraders teil weil Ilse, eine Schwester von Ludolph einen Schrader geheiratet hatte, dieser Stamm erlosch ebenfalls im Jahre 1687. Der letzte war der Minister von Herzog Karl. I., Heinrich Bernhard Schrader von Schlierstedt, dessen Stamm im Jahre 1833 erlosch.

Der Abschluss aller Streitigkeiten wurde im Rezess 1673 besiegelt. Seither gilt das Schradersche Familienstipendium des Dr. Ludolf Schrader in der vorgesehen Form bis zum heutigen Tage.

Siden 1969 firmiert nun diese Stiftung unter “Forent Foundation familier Schrader, av Kalm og Vechelde”. Diese drei Familien gehörten seit dem Mittelalter zum Braunschweiger Patriziat. Der Stiftungsgründer der Vechelde war Festungskommandant Heinrich von Vechelde (1619-1683)

Förderungswürdig sind alle Personen, die irgendwie von Bernhard von Vechelde abstammen, som 1324 als Neubürger der Stadt Braunschweig genannt ist: „so sich wegen Vecheldeschen Geblüts sowohl männlicher als weiblicher Linie legitimieren können“.

Die Anzahl der heute lebenden Nachkommen ist ist sehr hoch, so umfasst alleine dieser Zweig in meiner Datenbank mehr als 6000 Mennesker. Das Interesse einen Nachweis über die Stiftungsberechtigung zu erbringen, ist extrem hoch.

Modalitäten:

„Aufgabe ist es, bedürftigen Angehörigen der bedachten Familien, die an deutschen Universitäten oder anderen wissenschaftlichen Hochschulen mit Promotions- und Habilitationsrecht studieren, eine Studienbeihilfe zu gewähren. Dazu gehört jeder Angehörige der braunschweigischen Familie von Vechelde, welcher der genannte Stifter entstammt. Zum Nachweis der Zugehörigkeit zu der Familie genügt der durch öffentliche Urkunden belegte Nachweis der Abstammung von ihr. Hierfür reicht auch der Nachweis der Abstammung von einem früheren Empfänger des Stipendiums aus (§ 5).

In letzter Zeit konnten gemäß ihrem [der Stiftungssatzung] § 4 vereinzelt auch nicht wirtschaftlich bedürftige Nachkommen bedacht werden, solange die Mittel dazu ausreichen. Sonst gilt in der Regel stets als bedürftig, wer nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAFöG) behördlich anerkannt ist. Im Übrigen sind Reifezeugnis und Immatrikulations- oder Doktoranden-Bescheinigungen der inländischen Universität einzureichen“

Geleitet wird die Stiftung von einem dreiköpfigen Vorstand, der im Juni 2000 aus seinen Reihen Dr. Ludolf Schrader in Wuppertal zu seinem Vorsitzenden gewählt hat. Die Förderung ist im Übrigen auf drei Jahre begrenzt und kann nur ausnahmsweise verlängert werden.

Es gibt heute noch unzählige weitere Familienstiftungen, über ein paar davon werde ich noch berichten, weil sie zu den vorhandenen Genealogien in meiner Datenbank passen: Liesegang Stiftung, Parcham Stiftung, Sackische Familienstiftung etc..

Litteratur:

  • Niederdeutsche Familienkunde, H. 2/2004, S. 238-242
  • Sophie Reidemeister: Genealogien Braunschweiger Patrizierund Ratsgeschlechter aus der Zeit der Selbständigkeit der Stadt (før 1671) Herausgegeben von Werner Spieß, Verlag Johann Heinrich Meyer: Brunswick 1948
  • Werner Spieß: Die Ratsherren der Hansestadt Braunschweig. 1231–1671 Mit einer verfassungsgeschichtlichen Einleitung. 2, durch eine Ratslinie vermehrte Auflage, Brunswick 1970 (Braunschweiger Werkstücke, Band 42)
  • Fritz Roth: Restlose Auswertungen von Leichenpredigten und Personalschriften für genealogische Zwecke, Bd. 1-10, Boppard 1959 (Registrer)
  • Hans Friedrich von Ehrenkroog: Ahnenreihen aus allen deutschen Gauen, 4 Volumene, Verlag für Sippenforschung und Wappenkunde, C. A. Sterk, Görlitz 1928 – 1940, Page: Bd. 1 – Oskar Wolff mit den Stammtafeln für die Familie Schrader
  • Vorfahren des Tile von Damm, T. 2 (= Genealogie um die Familie von Damm in Braunschweig, Bd. 6), 2., erw. Aufl., Brunswick 1999, S. 454 f.
  • Meyer, H.: Zur Genealogie der Familie Schrader in Braunschweig, Brschw. Magazin 1903, S. 138 ff., abgedruckt im Schrader Archiv. Jeg. S. 94
  • Der Familienverband Ziering-Moritz-Alemann e. V. führt die Tradition der Ziering’schen Familienstiftung fort, in dem er die Nachkommen von Emeran Ziering (1464-1547), Bruder des Magdeburger Domherrn Johann(es) Ziering (1454-1516), aus den Familien Ziering, Moritz und Alemann zusammen führt, in deren Verlauf es auch um die Genealogien Schrader und von Vechelde geht.
  • Hefner: Die Familienstiftungen Deutschlands und Deutsch-Österreichs, III. Del, München: Eduard Pohl, 1896

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