Die Geschichte der Familie von Wrangel vom Jahre 1250 bis zur Gegenwart

Wappen der Familie Wrangel

Um das Jahr 1050 ist ein Wrangel aus dem Hause Rehde in Westfalen nach Dänemark gegangen, um von dort mit dem König Woldemar II. nach Estland zu ziehen. Dort hat er sich wohl nach der Erbauung der Stadt Reval niedergelassen, so heißt es. Urkundlich ist diese Geschichte nicht nachweisbar und so verliert sich der Ursprung dieses Geschlechts in jene dunkle Vorzeit, die jenseits der Grenzen aller bisherigen Forschungen liegt.. Unsicher ist daher, ob Eilardus de Oberge oder Tuki Wrang als Stamvater anzusehen sind. Tuki Wrang blieb unter 12 Dänen zur Besatzung der Burg Reval zurück und er besaß erhebliche Besitzungen in Harrien und Wirland, auch um Reval herum.

Letno 1282 confirmiert König Erich von Dänemark den Revalschen ihre Freiheit; es wird unter anderem Johann Wrangele zum Zeugen dessen vom König benannt. Anno 1320 trat Christopherus II. die Regierung an und 1321 wurde beispielsweise auch ein Friedrich Wrangel an den König von Dänemark gesandt, um wegen der alten Freiheit und Privilegien anzuhalten. Wenn auch keine ältere Urkunde bekannt ist als 1277 in welcher ein Wrangel genannt wird, so ist es zumindest doch möglich, dass etwa bereits ein Jahrhundert zuvor in Livland ein Wrangel gewesen sein kann.

Im letzten Viertel des 13. Jahrhunderts finden wir die Wrangel im Gefolge und als Vasallen der dänischen Könige und livländischen Oberhäupter in ununterbrochener Linie aus den Häusern Tolsburg, Ellistfer, Jesse, Royel, Addinal und Abellen abstammend. Die ersten drei Häuser sind als Stammsitze anzusehen, von denen alle Hauptverzweigungen ausgingen.

Zu Anfang des 18. Jahrhunderts hatte sich das Geschlecht bereits sehr stark ausgebreitet, denn in der für Schweden so unglücklichen Schlacht bei Piltawa (1709) finden nicht weniger als 22 Wrangels den Heldentod und eine größere Anzahl geriet in russische Gefangenschaft. Erst nach 12 Jahren kehrten wenige aus der Gefangenschaft in die Heimat zurück. Sie verkauften ihre Güter in Livland und Estland und gingen nach Schweden. Die meisten schwedischen und russischen, sowie preussischen Wrangels hatten sich dem Soldatenstand verschrieben, so dass allein unter König Karl XII. von Schweden 70 Wrangels in den Kriegen gefallen sind….

Beschrieben sind ausführlich die einzelnen Häuser mit den dazugehörigen Stammtafeln. Die unterschiedlichen Wappen und Siegel der Familienmitglieder werden präsentiert, Denkmale, Grabstätten usw. Beide Bände werden als Digitalisat angeboten.

Tisti, ki:

Henry von Baensch, Geschichte der Familie von Wrangel v 2 Bänden, Herausgegeben: Berlin-Dresden 1887

(Prenos: Band 1 in Band 2)

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