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Gedenkschrift des Rasselsteiner Eisenwerks und der Familie Remy

Das Eisenwerk Rasselstein bei Neuwied führt seinen Ursprung, ebenso wie die Schmelzhütte Bendorf und die meisten Eisenhütten jener Zeit auf eine Mühle zurück. Urkundlich befand sich schon im Jahre 1655 an dieser Stelle ein Eisenwerk und schon im Jahre 1688 wurden in einem Testament des Grafen Friedrich zu Wied (Gründer der Stadt Neuwied) zwei Mühlen erwähnt, die am Rasselstein und die Tonnenmühle bei Rodenbach. Graf Friedrich, der im Jahre 1698 starb, hatte den Bergbau in dieser Gegend gefördert und mehrere Eisenhütten gegründet. Sein Nachfolger Graf Friedrich Wilhelm, welcher 1737 starb, hatte an diesem Eisenwerk kein besonderes Interesse, ein Aufscwung erfolgte erst wieder unter Graf Friedrich Alexander, der unter seiner langen Regierung (1737-1791) Gewerbe und Industrie in der ganzen Grafschaft förderte. Später wurde das Werk Rasselstein an Jacob Balthasar Reichard verpachtet und von diesem ging es über auf Heinrich Wilhelm Remy am 1. Juli 1760.

Heinrich Wilhelm Remy starb 1779. Sein eigentlicher Nachfolger wurde sein Vetter und Schwager Karl Wilhelm Remy, der im Jahre 1747 als dritter Sohn von Johannes Remy zu Bendorf geboren war. Er war 1771 als Teilhaber in das Geschäft eingetreten, hatte 1775 Anna Klara Franke aus Kassel (1755-1789) geheiratet und starb nach einem langen Leben im Jahre 1817. Infolge von Erbauseinandersetzungen und durch Kauf ging in den Jahren 1840 bis 1842 das Eisenhüttenwerk Raubacher Hütte aus dem Besitz der mit Remy verwandten Familie Freudenberg in Remyschen Besitz über.

Quelle:

Rasselsteiner Aktiengesellschaft Neuwied, Köln: Weber 1910 (Download)

Weitere Literatur:

Die Familie Remy : Kannenbäcker und Unternehmer eine genealogische Bestandsaufnahme, von Ilse Müller, Günther Schweizer und Peter Werth

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