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Das Große Kotzen!

Ich finde jede Initiative äußerst lobenswert, die uns Genealogen das Leben leichter machen und beteilige mich ebenfalls mit meinen bescheidenen Möglichkeiten. Für jeden Familienforscher ist der "freie Austausch" von Informationen besonders wichtig, aber die Wirklichkeit sieht anders aus. Mehr und mehr Datenbanken gewähren nur noch Zugang gegen "Cash" Alles wird kostenpflichtig! Alles wird abgesperrt!

Das jüngste Beispiel sind die “Todesdaten aus der Wiener Zeitung 1703-1884″ Am 25. 9. feierten die weltweit 100 Mitarbeiter die Einspeisung des 500.000 Datensatzes. Erreichbar unter obigem Link. Super dachte ich mir und gab direkt ein paar Namen ein, aber was passierte? Es wird der Name eingeblendet plus Jahreszahl und beim Klick auf Details folgt die Meldung “Anmeldefehler” und der Hinweis: “Erfahren Sie mehr über eine Mitgliedschaft bei Familia Austria” Um Mitglied zu werden blah blah… “Der Mitgliedsbeitrag für das Jahr 2009 beträgt 30,-€ (also jährlicher Beitrag?) Zusätzliche Spenden sind herzlich willkommen!” Also ohne mich!!

Bei Plattformen wie verwandt.de, ancestry.de oder geneanet.org gibt es unterteilte Bereiche, der Familienforscher hat zuerst die Möglichkeit alles genau zu erkunden und unter die Lupe zu nehmen – und kann danach den Premium Bereich oder Club Privileg, so heißt es bei GeneaNet – wahlweise hinzubuchen. Bei verwandt.de besteht zudem noch die Möglichkeit das Premium-Abonnement kostenlos vorab zu testen, das ist fair! Bei obigem Angebot aber kauft man die Katze im Sack!


2 Kommentare zu Das Große Kotzen!

  1. Heider Julia // 28. November 2009 um 12:21 //

    Hallo!

    ICH kann verstehen das man dafür Geld verlangt, schließlich arbeiten hier 100 Leute ehrenamtlich in ihrer Freizeit und DIE bekommen auch kostenlos Zutritt zur ganzen Datenbank. Siehe http://familia-austria.at/wienerzeitung/wz_mu.php .

    Jeder kann dort mitarbeiten oder NICHTS tun und für die Info zahlen. Was ist da ungerecht! Oder gar zum Kotzen!

    Ich habe mich da informiert: man sollte mind. einen Monat an Daten (ist ca. 1000 Datenzeilen) abtippen um kostenlos Zutritt zu bekommen. Ist doch nicht so arg!

    Und natürlich gibt es die Alternative mit der gegebenen Jahresangabe die Zeitung selbst online zu durchsuchen
    http://anno.onb.ac.at/zeitungen.htm

    Julia

  2. Zuerst bin ich ein bischen erschrocken ob des doch deftigen Tonfalls, aber verstehen kann ich diese Verärgerung sehr gut. Bin ich doch auch heute wieder über eine solche Seite gestolpert: http://www.reference-global.com

    Selbst für einen winzigen Blick auf Daten, von denen ich noch nicht einmal ahnen kann, ob auch nur ein Stück davon für mich interessant ist, muß ich sofort erst einmal bezahlen. Nicht die geringste Vorschau ….

    Wenn das so weitergeht, bekommen wir amerikanische Verhältnisse. Bei Forschungen in den USA ist es inzwischen so weit, daß selbst einfache Telefonnummern nur noch gegen Bezahlung einsehbar sind, und die, die wir bei ancestry.com serviert bekommen sind mindestens 7 Jahre alt und praktisch wertlos.

    Das ist dann das Ende der privaten Forschung. Ansätze gibt es hier zu Hauf. Siehe google books!!!!

    Armin

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