Geschichte der Salier und ihrer Untergrafen in den Gauen des Mittelrheins

Unter dem Namen Salier fasst man ein Geschlecht zusammen, das sich im 10. Jahrhundert in den mittelrheinischen Gauen entfaltete und schließlich berufen war in der Person Konrads II. und seiner Nachkommen auf dem deutschen Kaiser- und Königsthron eine bedeutende Rolle zu spielen. Den Ursprung dieser Familie hatte schon gegen Ende des 18. Jahrhunderts Crollius eingehend untersucht. Er kam zu dem Ergebnis, dass das Kloster Hornbach altes salisches Familieneigentum war und verfolgte dieses Geschlecht mit Hilfe einiger Urkunden zurück bis ins 8. Jahrhundert. Seine Folgerungen sind inzwischen an vielen Stellen zu berichtigen.

Die Untersuchung dieser Dissertation hat die gemeinsame Abstammung der Herzöge von Spoleto und der salischen Kaiser von dem fränkischen Geschlechte aus der Gegend aus dem Gebiet der Nahe, Worms und Bliesgau, wo sie begütert waren.

Als ältester Stammvater ließen sich Gerwin und dessen Sohn Leodoin, der bekannte Bischof von Reims und Trier nachweisen. Ihrem Geschlecht gehörte auch Graf Werinharius an, der vor 753 mit Hilfe des Bischofs Pirminius das Eigenkloster Hornbach gründete und an die Urenkel Wido und Warnarius vererbte.

Siehe auch Artikel:

Entwurf einer Genealogischen Geschichte des Ottonischen Astes des Salischen Geschlechts

Quelle:

Baldes Heinrich: Die Salier und ihre Untergrafen in den Gauen des Mittelrheins, Koblenz: Chr. Schaal 1913 (Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde der philosophischen Fakultät der Uni Marburg)

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