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Hohenzollernes og deres arbeid (fem hundre år med historie)

Der Ursprung und die älteste Geschichte des Königshauses sind wie bei den meisten Dynastien, die in die alten Zeiten zurückreichen in tiefes Dunkel gehüllt und infolgedessen vielfach Gegenstand haltloser genealogischer Phantasien und wissenschaftlicher Vermutungen und Streitfragen, die bis in die Gegenwart hineinreichen.

Von einer wirklichen Forschung kann auf diesem Gebiet erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts die Rede sein. Im Zeitalter wo die Beziehungen deutscher Kaiser und Fürsten noch nicht abgebrochen waren und ideell höher bewertet wurden, je weniger sie mit Politik zu tun hatten, gefiel man sich beispielsweise in der Verknüpfung des Hauses Hohenzollern mit dem Grafengeschlecht der Colonna, das seinen Ursprung bis zu denCamillernzurückführen wollte. Aus ihrer Familie gingen außer dem unten genannten Papst Martin V. viele Kardinäle, Feldherren, Staatsmänner und Gelehrte hervor.

Auf dem Konstanzer Konzil, der 1417 der erste hohenzollersche Kurfürst von Brandenburg die feierliche Belehnung empfing, war dem eben gewählten Papst Martin V., der aus dem Hause der Grafen Collonna stammte, die Ähnlichkeit des Wappens aufgefallen und mit kritikloser Leichtfertigkeit kreierte er kurzerhand eine Geschlechtsverwandtschaft der beiden Häuser und er ging sogar so weit, die Verwandtschaft beider Häuser als eine alte Überlieferung zu bezeichnen. DieseFabelschlug feste Wurzeln, vor allem bei den Hohenzollern selbst.

Auch im 16. Jahrhundert versuchte der gelehrte, aber in der Genealogie skrupellose Sponheimer Abt Johannes Tritheim, den, als er einmal als Gast am Hofe Joachims I. weilte, den Ursprung der Hohenzollern auf einen alten Frankenkönig Guntram zurückzuführen, der auch als Stammvater der Habsburger und der Zähringer gelten sollteund gleich danach der kaiserliche Hofhistograph Johann Herold Basilius, den Graf Karl I. von Hohenzollern 1560 damit beauftragt hatte, den wahren Ursprung seines Hauses zu erforschen, erfand kurzerhand einen Grafen Thassilo von Zollern, der mit den Welfen verwandt sein und am Hofe Karls des Großen gelebt haben sollte und der nun zum Ahnherrn der Hohenzollern und Habsburger wie der Colonna und Colalto gemacht wurde. Selbst Friedrich der Große schmückte sich fälschlich mit diesen Grafen Thassilo als historisch beglaubigt und so war es dem Autor ein Anliegen in diesem Werk aufzuräumen mit vielen Fabeln und Mythen.

De:

Hintze, Otto: Hohenzollernes og deres arbeid : fünfhundert Jahre vaterländischer Geschichte, Berlin: Paul Parey, 1906