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Das Bürgerbuch der estnischen Stadt Pärnu (Pernau) von 1615 bis 1797

Anlass für die Arbeit zu diesem Bürgerbuch war es, ein vollständiges Bild der Bevölkerungsentwicklung dieser livländischen Stadt zu erhalten. Dem Autor lag daran die Frage zu klären, wie viele Generationen einer Familie sich in der Stadt aufhielten, insbesondere in weiblicher Linie. Es ist genau ersichtlich wie prägend sich die Pest von 1710 zwischen schwedischer und russischer Zeit darstellte und welche Familien auch danach in der Stadt blieben (Zanck, Nagel, Schmidt, Schwartz)

Den Angaben im Buch kann man den Heimatort, den Beruf oder Berufswechsel, die in Gilden bekleideten Ämter, die Ratszugehörigkeit (Ratsherren, Bürgermeister, Polizei- und Justizbürgermeister mit den Amtsjahren) den Todestag oder Tag der Bestattung, sowie Vater und Mutter des jeweiligen Bürgers entnehmen. Dazu kommen Eheschließung und die Anzahl der Kinder.

Die Stadt wurde im Jahre 1251 vom Deutschen Orden gegründet und war Mitglied der Hanse (wichtig als eisfreier Hafen in Livland) Pernau war seit dem Livländischen Krieg in schwedischem Besitz und kam nach dem Nordischen Krieg zum russischen Zarenreich. Die Stadt zählt heute ca. 44.000 Einwohner.

Quelle:

Laakmann, Heinrich: Das Bürgerbuch von Pernau, 1. Teil, 1615-1797, Tartu : J. G. Krüger, 1936

 

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