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Fürst Hermann von Pückler-Muskau – Eine Biographie

Hermanns Vater war Ludwig Johannes Karl Erdmann Graf von Pückler auf Branitz, wirklicher Geheimer Rath, geboren am 12.7.1754; seine Mutter Clementine Kunigunde Charlotte Olympia Luise stammte aus der gleichfalls uralten gräflichen Familie Callenberg; geboren am 5.6.1770 vermählte sie sich - 14 Jahre alt - am 27.12.1784 und brachte die Standesherrschaft Muskau in der Oberlausitz mit in ihre Ehe.

Hermanns Großmutter war eine Französin, Gräfin Olympia von la Tour du Pin. Seine beiden Größväter erreichten ein ungewöhnlich hohes Alter, der von väterlicher Seite wurde 89, der von mütterlicher 96 Jahre. Hermann erblickte als Erstgeborener am 30.10.1785 an einem Sonntag gegen Mitternacht auf dem Schloss zu Muskau das Licht der Welt.

Es ist nicht immer eine Gunst, in den höchsten Sphären der Gesellschaft geboren zu sein, denn dem Knaben war eine höchst unglückliche Jugend beschieden. Die schöne und lebhafte, aber auch leichtsinnige Clementine, die noch als Kind geheiratet hatte und mit 15 Jahren bereits Mutter war, konnte sich nicht mit ihrem Gatten vertragen, der wie es heißt, nicht sehr umgänglich und durchaus nicht liebenswürdig war. Nachdem die Gräfin ihm noch drei Töchter geboren hatte (Clementine, Bianca und Agnes) entschloss man sich zur Trennung und später zu einer vollständigen gerichtlichen Scheidung...

Fürst von Pückler-Muskau auf Schloss Branitz bei Cottbus, Niederlausitz war deutscher Standesherr, Landschaftsarchitekt, Schriftsteller und Weltreisender (sein Pseudonym als Autor und Reisender: „Der Verstorbene“ oder „Semilasso“) und ein bekanntes Mitglied der gehobenen Gesellschaft. Er verstarb kinderlos am 4.2.1871

Quelle:

Fürst Hermann von Pückler-Muskau. Teil 1 und Teil 2 : Eine Biographie: von Ljudmilla Assing, erschienen bei Hoffmann & Campe, Hamburg 1873-1874, von der Russischen Staatsbibliothek zur Verfügung gestellt.

1 Kommentar zu Fürst Hermann von Pückler-Muskau – Eine Biographie

  1. Ein faszinierender Mann, den ich zum ersten Mal durch seinen “Südöstlichen Bildersaal” wahrnahm, einen Reisebericht der Jahre 1835-36 aus dem von der Osmanenherrschaft befreiten Griechenland. Immer noch sehr lesenswert. Den Gartenarchitekten Pückler muss man vor Ort in Cottbus-Branitz umd Muskau erlebt haben. Hierzu verweise ich bescheiden auf meine Reiseimpression aus dem Jahr 2006.
    Peter Teuthorn

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