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Bildnisse der brandenburgisch-preußischen Herrscher bis zu Kaiser Wilhelm II.

Der große Kurfürst Friedrich Wilhelm

Friedrich Wilhelm der Große Kurfürst von Brandenburg (1620-1688) fand bei seinem Regierungsantritt, bedingt durch den 30-jährigen Krieg ein entvölkertes und verwildertes Land vor.

Geboren als Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm und Elisabeth Charlotte von der Pfalz erwartete ihn eine umfassende Erziehung hinter sicheren Festungsmauern in Küstrin, bis er schließlich als 14-jähriger Kurprinz in die Niederlande geschickt wurde um seine Ausbildung zu vervollkommnen.

Er war vermählt mit Luise Henriette von Oranien, mit der er sechs Kinder zeugte. Luise Henriette von Oranien (1627-1667) war die älteste Tochter des niederländischen Prinzen Friedrich Heinrich von Oranien und dessen Gattin Amalie zu Solms-Braunsfels.

Es verwundert nicht, dass Holland ihm als Vorbild diente – zu jener Zeit in vollster Kulturblüte. Von dort zog er nun Ackerbauer, Kanalbauer, Viehwirte, Ingenieure, Windmüller usw. in seine Länder.

Die brandenburgisch-preußischen Herrscher und die Kunst

Denselben Vorgang kann man bei den bildenden Künsten beobachten. Die besseren Künstler mussten ihre Dienste der glanzvollen Gestaltung des Hofes zu Berlin widmen. So verwundert es kaum, dass fast alle nennenswerten Bildnisse von Holländern gemalt sind, beispielsweise Jan Mytens, Pieter Nason, Goavert Flinck mit dem Bildnis von Kurfürst Friedrich Wilhelm 1652 (siehe oben) Hannemann und anderen.

Später wurden Maler wie Antoine Pesne aus Frankreich bevorzugt. Um Pesnes künstlerisches Wirken würdigen zu können, dazu müsste man hier seine Frauenbildnisse anführen, bei denen er ganz seinen eigenen künstlerischen Ideen nachgehen konnte ohne Rücksicht auf Vorschriften und Wünsche der Dargestellten.  Anton Graff malte Friedrich den Großen 1786 und Friedrich Wilhelm II. um 1790, Francois Gerard verewigte Friedrich Wilhelm III. im Jahre 1814. Einer der besten Militärmaler des 19. Jahrhunderts war Franz Krüger, dem wir das Bildnis König Friedrich Wilhelm IV. verdanken. Genannt sei auch Paul Bülow der das Bildnis von Wilhelm dem Großen 1883 anfertigte. Sie alle sorgten mit ihren Bildnissen für ein bleibendes Zeugnis jener Zeitepoche, in prächtiger künstlerischer Einmaligkeit.

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Der große Kurfürst Friedrich Wilhelm

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König Friedrich I.

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König Friedrich Wilhelm I.

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König Friedrich der Große

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König Friedrich Wilhelm II.

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König Friedrich Wilhelm III.

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König Friedrich Wilhelm IV.

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Kaiser und König Wilhelm der Große

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Kaiser und König Friedrich III.

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Kaiser und König Wilhelm II.

Quelle: Hohenzollernjahrbuch Jg. 1904, Seite Paul Seidel

Weitere Literatur:  Die ältesten Bildnisse der brandenburgischen Hohenzollern, Hohenzollernjahrbuch 6.1902, Seite 57-69 von Paul Seidel


2 Kommentare zu Bildnisse der brandenburgisch-preußischen Herrscher bis zu Kaiser Wilhelm II.

  1. Hallo Dirk, Du hast natürlich Recht! Oben im ersten Satz schreibe ich es noch richtig, und dann stimmen die Bildunterschriften nicht! Danke für den Hinweis!

  2. Hallo Margit,

    eine kleine Berichtigung: Kurfürst Friedrich Wilhelm hieß nicht Friedrich Wilhelm der Große, sondern wird der große Kurfürst genannt, weil er das Land nach den massiven Verwüstungen im dreißigjährigen Krieg zu einem politischen Gewicht in Europa machte.

    Viele Grüße

    Dirk

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