Bauwesen und Geschichte der Burgen innerhalb des Deutschen Sprachgebiet

Burgruine Hohentwiel

Im Mittelalter wurde eine Burg auch häufig als “Veste, Haus oder Schloss” bezeichnet. Unter einer Burg im engeren Sinne hatte man zunächst hauptsächlich den mittelalterlichen befestigten Einzelwohnsitz eines Grundherrn zu verstehen.

Die Befestigung einer Burg war stets zugleich eine natürliche und eine künstliche. Die erstere bestand entweder darin, dass der Burgplatz höher lag als die nächste Umgebung – mit steil abfallenden Wänden, oder darin, dass sie von Wasser umgeben war….

Wie sich aus den vielen Bestandteilen eine Burganlage gestaltete, dafür waren das Baugelände nach Größe und etwaigen Nieveauunterschieden maßgebend. Für eine Höhenburg suchte sich der Bauherr einen Platz aus, der durch seine Umgebung überhöhende Lage mit steil abfallenden Rändern, in seinem ganzen Umfang schon von Natur aus gegen Erstürmung gesichert schien. Dem Ideal eines solchen Platzes kommt unter anderem der bekannte Bergkegel des “Hohentwiel bei Singen” (Baden-Württemberg) recht nahe.

Aus dem Inhalt:

Herleitung und Begriff zum Wort “Burg”
Der römische Ursprung der Burgen
Steinmetzzeichen und alte Zahlzeichen
Der Bergfried (Berchfrit, Burgfried)
Mauertürme, Schildmauern, Gräben und Tore
Ringmauern, Zinnen, Verteidigung, Belagerung und Waffen
Brunnen, Zisternen, Wasserleitungen
Versteckte Ausgänge, Gefängnisse, die Kapelle

Quelle:

Piper, Otto: Gesamtes Bauwesen und Geschichte der Burgen innerhalb des Deutschen Sprachgebietes, München: Ackermann, Theodor 1895 (Download als PDF)

Weitere Literatur:

Naeher, J. und Maurer. H: Die Alt-Badischen Burgen und Schlösser des Breisgaues : Beiträge zur Landeskunde, mit Abbildungen. Emmendingen: Verlag Albert Dölter 1896 (Download)

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