Archiv für Juli 2009

Slawenzeit und Wendisch Rambow

In der frühmittelalterlichen Völkerwanderung verließen die germanischen Stämme auch den Siedlungsraum zwischen Niederelbe, Saale und Oder weitgehend. In diesen drangen um 600 Slawen aus dem Gebiet östlich der Oder ein. Die westslawischen Völker (“Wenden”) waren im Westen Mecklenburgs die Obotriten (oder Abotriten) und im Osten Mecklenburgs sowie in Pommern die Wilzen oder Liutizen. Charakteristisch für die slawischen Siedlungen waren Burgen als Herrschersitze und politische Zentren. Ursprunglich wurden sie auf Bergkuppen errichtet, später mit Burgwällen in schwer zugänglichen Gebieten an Seen und Flüssen angelegt. Der Sitz  [...]



Rambow als Besitzer der Salveymühle

Von 1591 bis 1613 ist Parmann Herr auf dieser Mühle. Die Mühle muss unter dem Dreißigjährigen Krieg sehr gelitten haben, denn der Kaufpreis betrug nur 25 Taler. Um 1675 marschieren die Brandenburger hier durch, diese stehlen das gesamte Eisen der Mühle. 1685 klagt der Rittmeister von Eickstedt gegen seinen Nachbarn, den Müller, denn durch den Wasserstau verderben seine Felder. Im Jahre 1691 lässt von Eickstedt von seinen Leuten Gräben ausheben, die das Wasser aus dem Mühlenteich ableiten. Die Müller aller vier Mühlen bewaffnen sich und ziehen gegen Eickstedt und werfen die Gräben wieder zu.



Die Preussen auf der Universität Wittenberg

Als Geburtsstätte der Reformation wurde die Universität Wittenberg am 18. Oktober 1502 eröffnet. In diesem Buch geht es um die Personen dieses “Reformationsjahrhunderts” deren Matrikel gedruckt vorliegen. 568 preussische Studenten haben in diesem Zeitraum die Universität Wittenberg besucht.



Erzbischof Ludwig Ernst von Borowski

Am 17. Juni 1740 ist Ludwig Ernst Borowski als Sohn des Hofglöckners Andreas Ernst Borowski in Königsberg geboren. Unter seinen Paten befinden sich der Rittmeister von Kunheim (Regimentschef von Thadden) der Baron von Löben und die Generalfeldmarschallin von Röder. Sein Vater besaß in der Altstadt eine Lackfabrik, der im Jahre 1738 die Stellung eines Hofglöckners an der Schloßkirche übernahm. Ludwig Ernst und sein Bruder Georg Heinrich (Professor der Naturwissenschaften in Frankfurt an der Oder +1801) besuchten das vielgerühmte Friedrichskollegium (mit damals noch pietistischer Ausrichtung) 15 Jahre war Borowski alt, als er sich an der Königsberger Universität immatrikulieren ließ.



Das Geschlecht Boehmer-Behmer aus Pommern

Die Geschichte beginnt mit Nikolaus Bemer in Rügenwalde, welcher Ende 1591 oder Anfang 1592 in Greifswald geboren wurde. Er ist der Stammvater der bekannten lebenden Zweige des Geschlechts. In seiner Heimatstadt hatte er Jura studiert und siedelte um 1615 nach Rügenwalde über. Ein Jahr darauf war er Mitglied der Gilde der Kaufleute und bewohnte das Haus in der Langenstraße hinter dem Rathaus, das seine Ehefrau Veronica in die Ehe mitbrachte. Nikolaus Bemer war 1628 Ratsherr und 1634 Kämmerer, sowie 1642 Bürgermeister in Rügenwalde. Er wurde 1635 erster Provisor der Marienkirche.